Gegen 9 Uhr 30 war ich für eineinhalb Stunden vor dem Computer in meinem Stammchat gesessen.
Und ich bin immer wieder erstaunt, dass die Leutchen sich sonntagsmorgens die Zeit nehmen, miteinander zu schreiben. Was unglaublich für diesen Chat und den Zusammenhalt unter den einzelnen Usern spricht.

Ich bin da normalerweise morgens – und speziell sonntagsmorgens – nicht vertreten.
Doch da ich momentan volles Programm habe und nicht wusste, ob ich es am Sonntagabend in den Chat schaffen würde, hatte ich mir sogar den Wecker gestellt. Meine festen Chat-Tage sind, soweit es Alltag, Training und Familie zulassen – eigentlich Dienstag und Sonntag.

Ich fühle mich in meinem Stammchat nach wie vor sehr gut aufgehoben.
Allerdings stört mich zurzeit eine Userin gewaltig – die sich mir gegenüber ziemlich schwierig verhält.

Hintergrund ist, dass ich mich traue, auch mal nachzufragen.
Sie meint, ich sammle Infos über sie – und ja, entweder ich lerne im Chat Leute kennen oder eben nicht. Aber nur zu fragen: „Geht's dir gut?" – Ist mir eben zu wenig.

Mit dem Vorwurf, ich sammle Infos, könnte ich noch leben.
Aber sie wollte mir doch glatt unterstellen, ich würde diese weitergeben.
Woraufhin sie einen kleinen Schuss vor den Bug von den anderen Usern bekam.

Ich mag vieles sein: neugierig, manchmal im Chat mit Absicht ein klein wenig überdreht oder sicher auch nicht immer jedermanns Geschmack, wenn ich meine Meinung oder meine mal gut und mal besser funktionierenden – Wortspielchen unverblümter raushaue.
Was ich sicher nicht bin: hinterhältig oder jemand, der anvertraute Informationen weitergibt.
Schließlich spiele ich weder im echten Leben noch im Netz „Spion, Spion".

So, genug geärgert.

Von 11 Uhr 20 bis in den Nachmittag hinein setzte ich meinen unterbrochenen Schlaf fort, duschte, aß und sah mit Vater und Mama das Spiel zwischen Barcelona und den Kickerinnen vom FC Bayern München.
Die Münchner Frauen spielten vor allem in den letzten 25 Minuten großartigen Fußball. Dennoch hat Barcelona den Champions-League-Finaleinzug verdient, auch das muss man fairerweise anerkennen.

Es gab Steaks und Kroketten.
Das Steak und die Kroketten wurden natürlich, bevor sie in meinem Mund verschwanden, ausgiebig in Ketchup gebadet.

Auch mein T-Shirt – ich kann nicht erklären, wie – sah nach dem Essen aus, als hätte ich es ebenfalls in Ketchup gebadet.

Ich wollte den Abend bei meinen Eltern verbringen.
Dazu kam es nicht. Stattdessen habe ich Trainingsprogramme geschrieben und mir so ein wenig Freiraum für die Bildbearbeitung in dieser Woche geschaffen.

Die neue Woche sieht vielversprechend aus.
Dazu folgt am nächsten Montag Muttertag. Mal sehen, was dieser – und diese Woche insgesamt – zu bieten hat.


Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?