Nach einem windigen Freitag hatte sich das Wetter am Samstag wieder gefangen. Über 20 C.

Ich genoss es sehr. Vielleicht noch mehr, da auch – daran hatte ich nicht gedacht – „Worms blüht auf" stattfand. Es gab verschiedene Buden in der Innenstadt verteilt und auf dem „Lutherplatz" sowie nebenan am „Obermarkt" konnten auch Blumen und vieles mehr für den Außenbereich erstanden werden.

Den Fotoapparat hatte ich sogar gezückt, um einige Impressionen von „Worms blüht auf" einzufangen. Auf die Idee mit dem Foto kamen allerdings noch mehr. Möglicherweise ist das sonst auch der Fall – doch diesmal ignorierte ich die anderen Fotografen nicht.

Am späten Nachmittag, nur einige Meter von der „Nordsee" entfernt, sprach mich ein Mann, den ich auf Mitte 20 schätze, an.
„Sie laufen doch schon mindestens 20 Jahre mit dem Fotoapparat regelmäßig durch die Ortschaften, wenn was los ist – ich habe Sie gleich erkannt?"

Er – der junge Mann – kannte mich vom Sport, der Fastnacht und dem Backfischfestumzug. Sagte mir, gebürtig käme er aus meinem Heimatort, wäre dort auch im Verein gewesen. Schon damals hätte ihn beeindruckt, wenn ich die großen Vereinsveranstaltungen von Anfang bis Ende festgehalten hätte.

Wir verabschiedeten uns mit Handgeben. Was ein Zeichen ist, dass ich mich echt geschmeichelt fühlte, denn meist gibt's bei mir ein pures „Tschüss" oder ein „Wiedersehen, bis wir uns wiedersehen".

Über den kleinen Plausch und die Wertschätzung hatte ich mich sehr gefreut. Das passiert – ähnlich wie der Handschlag zur Verabschiedung – natürlich nicht allzu häufig.

Eigentlich liebe ich es ja, Bücher zu kaufen. Aber wenn es eher ein „ich mach es halt" als echte Begeisterung ist, dann kann das eine zähe Angelegenheit werden. Fast eine Dreiviertelstunde tappte ich durch meine Lieblingsbuchhandlung auf und ab – und dass nur an den Regalen mit Spannungsliteratur – bis ich etwas hatte, wo ich mir vorstellen konnte: Da liest der Patenonkel mal rein.

Entschieden hatte ich mich für das Buch von „Arno Strobel": „Ungelöst – Die erste Zeugin".

Zuhause schaute ich mit den Eltern noch 10 Minuten von der ersten und die zweite Halbzeit von St. Pauli vs. Bayern (0:5). Toll, die Bayern brachen einen Ligatorrekord, nämlich den der Bayern-Mannschaft von 1972, die über 102 Treffer in einer Spielzeit erzielen konnte. Die 2026er Bayern haben schon 105 Treffer erzielt.

Ansonst verlief der Samstagabend gewohnt liebsam unspektakulär.
Ich bereitete die neue Woche aus Sportsicht vor – und kurz vor elf nahm ich den Platz auf der Couch ein, um mit Vater „das aktuelle Sportstudio" im TV zu verfolgen.

Sonntag: ausschlafen. Duschen (mit Taurin-Shower-Shampoo), spätstücken, mit Eltern und auch Bruder dem Patenonkel für das neue Lebensjahr die Aufwartung machen – und dabei viel Glück haben.

Wir kamen, die Paten freuten sich. Sagten aber gleich, sie würden abgeholt werden, die Tochter würde sie aufgrund eines Hochzeitsjubiläums zum Essen einladen. Der Sohn käme gleich, sie abholen. Dennoch plauschten wir dann fünf Minuten im Haus der Paten und ungefähr vierzig weitere – seltsamerweise so, dass die Paten auf der Treppe standen, die zur Haustür und davon wegführte, und wir auf dem Bürgersteig.

Themen waren: Knochendichte, verbrauchter Strom, wer in den letzten Wochen verstorben war, Reha-Sport und ein wenig „der Verein".

Im Stammchat war ich auch unterwegs. Dort herrschte – im Gegensatz zu Mitte der Woche – eine schreibwütige Stimmung. Selbst ohne größere Kaspereien gab es eine Menge Interessantes zu lesen.

Wir wurden endlich mal wieder unserer Chatgemeinschaft auch als „Chatgemeinschaft" vollkommen gerecht – und der Chat blieb nicht minutenlang ohne Buchstabenbeitrag.
Noch immer ist das Imposante daran: Hier fällt niemand bösartig, absolut nie aus der Rolle. Da kann die- oder derjenige auch noch so einen Scheißtag erlebt haben.


Osterferien sind beendet. Das heißt – die Trainingsstunden gewinnen automatisch nochmals an Dynamik dazu. Einfach, da mehr Menschen an den Trainingseinheiten teilnehmen.

Und eine dynamische Woche würde ich auch allen anderen und mir wünschen. Eine Woche, die ohne Komplikationen stattfindet und zum Atmen einlädt.



Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?