Im Gegensatz zum letzten Freitag war bei meinen Jüngsten wieder eine akzeptable Teilnehmerzahl vorhanden. Ich musste mich nicht selbst trainieren.
Im fortgeschrittenen Training waren meine Wettkämpfer gut – und meine Neulinge nicht so recht bei der Sache. Vier-, fünfmal kam der Putzlappen zum Einsatz, weil irgendjemand Wasser aus seiner Flasche verschüttet hatte.
Auch das Freiwilligentraining war gut besucht.

Zuhause gab es eine Runde Fußball im TV – das ich mit meinen Eltern von der Couch verfolgte. 0:0 im 1. Spiel des Nations-League-Finales zwischen Deutschland und Spanien. Gutes Spiel. Vater und ich waren zu müde, um wirklich viel Quatsch miteinander zu machen.

In der Halbzeit des Fußballspiels verschwand ich für längere Zeit in der Küche.
Währenddessen liefen die Nachrichten im Fernsehen.
Vater und ich nennen mittlerweile Nachrichtenschauen: „Mal guggen, was der Trump wieder angestellt hat".

Mein Abendessen: Frikadellen, abgekochte Eier, Brötchen. Lecker – nicht unbedingt ein Energiespender, aber etwas, das den Bauch füllt.
Wenn man sich danach im gut geheizten Wohnzimmer auf die Couch legt, löst das eine wohlwollende Schläfrigkeit und ein Wohlgefühl aus.
Übers Handy verfolgte ich die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit des Damen-Länderspiels noch in der Küche, bevor ich im Wohnzimmer einen Liegeplatz auf der unbesetzten Couch einnahm.

Seit ca. 23 Uhr sitze ich in meinem Schlafzimmer.
Ich schrieb Trainertagebuch – das ich zu meiner eigenen Verwunderung weiterhin Training für Training führe.
Ich musste innerlich schmunzeln, als ich mir von der „Laut vorlesen"-Funktion im „Word-Dokument" ein wenig daraus vorlesen ließ. Die vorlesende Roboterstimme löste so gar keine Gefühlsregung in mir aus – der Inhalt hingegen ließ mich schmunzeln, wie notierte Nichtigkeiten im Nachhinein wichtig in mir nachwirken.

Vater spricht davon, den Weihnachtsschmuck vom Speicher zu holen.
Das werden wir in der nächsten Woche gemeinsam tun.
Den Sonntag noch durchhalten, überstehen, dann habe ich zumindest die Wettkämpfe mit meiner jüngsten Wettkampfgruppe überstanden.

In der Turnhalle steht ein hübsch geschmückter Weihnachtsbaum.
Mal sehen, wie lange der alle seine Kugeln behalten darf. Ich würde fast darauf wetten und es mag sein, dass ich jetzt zur nachtschlafenden Zeit leicht zynisch bin, dass dieser Weihnachtsbaum gute Chancen hat, seine Nadeln länger als Kugeln und Lichterketten zu behalten.



Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?