Unbeabsichtigt erntete ich mehrere Lacher für den Ausruf: „Mein Lieber Scholli!"
Mir wurde mitgeteilt, dass heutzutage diesen Ausspruch niemand mehr außer mir verwenden würde. Das man diesen Ausruf seit Jahrzehnten nicht gehört hatte.
Dies jedoch grundsätzlich äußerst sympathisch wäre.
Ich vielleicht aber auch ein wenig aus der Zeit gefallen wäre mit meinem Sprachgebrauch?
So ganz mag ich das nicht glauben.
Grundsätzlich empfinde ich mich ja gut gerüstet und überlebungsfähig im Jahr 2021.
Zumal ja selbst bei mir mittlerweile Mobilphone, „WhatsApp" und Co Einzug gehalten hatten.
Auch wenn ich jemand bin, der noch immer einen Videorekorder direkt am TV angeschlossen hat und nicht bereit ist, sich von diesem zu trennen. Selbst DVD-Player scheinen ja mittlerweile schon leicht veraltet.
Wobei schlimm empfinde ich das ja nicht aus der Zeit gefallen zu sein.
Ich liebe das ganze Retrozeugs aus den 70er, 80er und 90er Jahren inklusive ulkigen Sprachschatz und wunderbaren Redewendungen.
Weil es so gut passt, ich hatte heute aus Nostalgie-Gründen in einen „TKKG" – Retro-Podcast hineingehört. Dort werden alte Hörspielfolgen aus der genannten Reihe besprochen. – Daran hatte ich durchaus Freude.
Die Serie gibt es noch immer. Begleitete mich in der Kinder- bis in die Anfangszeit meiner Jugend.
Die Serie erfreut sich wohl auch bei Prominenten stets großer Beliebtheit.
Da sogar eine „Nora Tschirner", „Nova Meyer oder ein „Oli Schulz" hier Gastsprechrollen in neueren Folgen übernahmen.
Ich stand in der Turnhalle und war einfach nur sehr zufrieden. Nicht nur mit den Trainingsteilnehmern.
Gibt's denn, dass, das im Zuschauerraum stehende Erwachsene Menschen sich erbarmten freiwillig zu helfen, abzubauen, dass der Sportbetrieb schneller vorangeht? Das alles ohne Aufforderung? – Offenbar schon.
Das hatte ich so seit Jahren nicht erlebt.
Meine leichte Erkältung will noch nicht so richtig weichen.
Trotzdem oder gerade deswegen heißt es: „Wochenmitte, Zuversicht, warum auch nicht!"
„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?!"
