Oh mir ist noch eine Kleinigkeit zu Donnerstag eingefallen. Die gestern eigentlich nicht wirklich für mich zu den Tageshöhepunkten zählte.
Nun aber gerade in dieser Sekunde, in der ich eigentlich über den mittlerweile (v)erlebten Freitag berichten mochte, doch – und sei es nur als Randnotiz – wichtig zu erwähnen mir ist.
„Tati" sah ich abseits vom Mietshaus (in dem sie lebt) auf einer Treppe eines ehemaligen Geschäftes sitzen. Sie trug eine Wollmütze, Schal und eine dicke Jacke. Sie blätterte in einem Werbeprospekt herum. Ihr Hund schien mir zuzuzwinkern. „Tati" selbst hatte mich nicht bemerkt. … und ich war auch nicht scharf drauf.
Augen und Kopf, was für ein geniales Zusammenspiel. Was man innerhalb einiger Sekunden alles wahrnehmen kann und welche Informationen das Gehirn bereitstellt, ist eigentlich purer Wahnsinn. … darüber hatte ich mir zuvor noch nie Gedanken gemacht. Weil es mir so selbstverständlich schien.
Vielleicht sind es Nachwirkungen? Es liegt daran, dass ich vor knapp einer Woche die halbstündige „37 Grad-Reportage" sah: „Plötzlich blind: Wie Vicky ihr Leben selbstständig meistert" ? Ein Beitrag der länger in meinen Gedanken nachwirkte.
Möglicherweise ist was dran, dass man im Alter seinen Körper und Fähigkeiten wesentlich mehr zu schätzen weiß, wie in der Jugend oder als junger Erwachsener? Wahrscheinlich das normalste von der Welt, mir jedoch bisher eher ein fremdes Gefühl.
Ich bin gespannt, ob es auf Europas Straßen demnächst nicht wesentlich mehr kracht?
Hörte ich doch im Radio, dass nun EU-Lastwagenfahrer so viele Jobs wie möglich innerhalb einer Woche annehmen dürfen und nicht mehr nur zwei.
Der Freitag war wie eigentlich immer ein schnelllebiges Unterfangen.
Ich war nachdem Alltag in der Turnhalle unterwegs und dabei hochzufrieden mit allen meinen Sportgruppen (und auch mir).
Erst gegen 21 Uhr 20 war ich Zuhause und dann einfach nur platt. – Dennoch hatte ich die Energie, bei einem amüsanten und informativen Podcast über Prominente und wie sie ihr Wochenende verbringen, noch sämtlichen Kram für die nächste Woche abzuarbeiten (E-Mails verschicken, Trainingsplan schreiben, Privatraum aufräumen).
Ein bisschen Schach habe ich auch wieder gespielt. Mehr wie Remis konnte ich jedoch nicht erreichen.
7 Uhr 36, mir ist wirklich manchmal nicht zu helfen!
Bin ich doch gerade eben im Schreibtischsessel erwacht. Spüre deutlich meinen Rücken, der sich berechtigterweise beklagt und fragt, wieso ich vor laufenden Computer die Nach durchschlafe, anstatt nur einen Meter weiter in meinem bequemen Bett?
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!"
