Ab und an tut es gut Blödsinn im Kopf zu haben und Sonnenschein im Herzen! – Zumindest fühlt sich mein Innenleben bis auf wenige Ausnahmen genauso derzeit an.
Ich bin, glaub nicht mehr so verschlossen wie früher und begegne Menschen weitaus offener? Oder – das kann ich nur schlecht beurteilen, möglicherweise ist es auch umgekehrt – das durch meinen zunehmend Offenheit Menschen sich mir gegenüber anders öffnen?
Noch bevor die Trainingsteilnehmer zur Übungsstunde kamen, hatte ich ein aufschlussreiches Gespräch mit Hausmeister und Raumpflegerin der Turnhalle. Die mir sichtlich angefressen Ekel-Bilder auf dem Mobilphone zeigten.
Bilder von Fäkalien auf dem Boden. Nasse Papiere an den Wänden, Urin in den Ecken. Eine Zumutung. Etwas das man keinen Menschen wünscht wegmachen zu müssen.
Anfangs fragten Hausmeister und Raumpflegerin wohlgemerkt sachlich nach, ob nicht eine meiner Gruppen dafür infrage käme? Möglicherweise wäre ich ja am Sonntag in der Halle gewesen?
Man hätte diese Vermutung unvorsichtigerweise bereits an den Gemeindevorsteher weitergegeben.
Doch diesen Zahn konnte ich ihnen glücklicherweise gleichziehen und man entschuldigte sich umgehend bei mir, dass man auch nur den Verdacht meiner Gruppe und somit auch gegenüber mir ausgesprochen hatte. Was ich sehr sympathisch und menschlich fand.
Hausmeister und Raumpflegerin sind zwei Menschen, die ich eigentlich gerne mag, gerade weil sie grundehrlich wirken und so schön unverstellt herb sind.
Die Ekel-Bilder hingen mir nach, da ich überaus empfindlich bin, würgte ich bis kurz vor Erscheinen der Trainingsteilnehmer. Ein Segen, dass ich genügend Pfefferminz in meiner Sporttasche hatte.
Zu Hause schrieb ich natürlich die Gemeinde und damit auch den Ortsvorsteher an.
Der Inhalt des Textes schlicht zusammengefasst: „Wir waren das nicht! Lass uns ansässige Vereine und Gemeinde schauen, wie wir die Täter ausmachen und weiterhin auch in Zukunft gut miteinander zusammenarbeiten. LG!" - Bin gespannt, was man mir von Gemeindeseite antworten wird?
Was ich mir stark wünschen würde, mal wieder eine Trainingswoche ohne irgendwelches zusätzliche Problemchen.
Es geht wieder erfreulicherweise los.
In einigen Tagen startet die Fastnachtskampagne 2021/2022 und ich darf wieder für meinen Stammverein zum Fotoapparat greifen. Ob wohl auch die Straßenumzüge im nächsten Jahr wieder stattfinden werden?
Ich kann nicht glauben, dass die Wochenmitte schon wieder erreicht ist, die Tage fliegen an mir vorbei.
Langweilig wird's mir nicht, wobei ich gegen eine gepflegte Langweile wohl momentan so gar nichts einzuwenden hätte?
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
