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"Bauchmensch Feelings"

John Baker Sander
5. September 2019(bearbeitet)
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Ich sitze hier im Wormser Adenauerring.
Zu meinen Füßen liegen Kastanien. Erste Hinweise auf den nahenden Herbst? Die Temperaturen liegen gerade noch bei 20 C°.
Im wachen Zustand ist man wohl für seine Umgebung weitaus empfänglicher?

Wann habe ich zuletzt:
Den Wind, Blumen, Blätter die an Bäumen sanft hin- und her wiegen, wahrgenommen?
Bewusst auf den Straßenlärm geachtet?
Fremden Unterhaltungen ein Ohr geschenkt?
Dem Flaschen-Sammler dabei zugeschaut wie er in den Abfalleimer nach Pfand wühlt?
Tauben die gurren und nach Futter suchen betrachtet?
Einer jungen Mutter zugehört wie sie im liebevollsten Flüsterton mit ihrem Baby spricht, es dabei butterweich, gleichzeitig beschützend in den Armen hält. Dabei einfach Glück und Lebensfreude pur ausstrahlt?

Dieser Sommer 2019 ist an mir insgesamt Eindrucksarm vorbeigerauscht.
Ich bin relativ sicher - die Emotionen, Gefühle & Bilder - die ich aus diesen Sommertagen abrufen kann werden retrospektiv spärlich ausfallen.

Zu sehr war ich mit mir beschäftigt.
Meinem Müdigkeits-Kosmos! – Schade!!

Intensiv Fühlen, wahrnehmen, spüren in die Umgebung und in mich lauschen, ich möchte in diesen wunderbaren Minuten voller Lebensglück nicht mit dem reichsten Menschen auf Erden auch nur Ansatzweise tauschen.




Kommentare (3)

Jenny
06. Sept. 2019, 06:29
Wieder einmal ein sehr nachdenklicher Beitrag von Dir,den ich wie immer mit Freuden gelesen habe,es geht bestimmt nicht nur Dir so,man rast und rennt nur so durchs Leben,kaum wer nimmt sich noch Zeit,sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen.Und wenn es nur,wie Du schon sagtest,der Wind ist,der mit den Bäumen spielt und sie hin und her wiegt.Ich kann für mich sagen,das ich nicht dazu gehöre und auf meinen Spaziergängen auf vieles achte und die Momente geniesse,wo ich mal ein Eichhörnchen beobachten kann,oder ähnliches.:D
Fizzy Lemon
06. Sept. 2019, 07:08
Solche Momente genieße ich auch, in denen ich einfach mal mit mir alleine sein kann und dabei alles mich Umgebende beobachte. Und sei es nur ein Käfer, der irgendwo auf einer Pflanze sitzt oder die mannigfaltigen Formen der Wolken betrachte. Als Kind las ich mal eine Geschichte von einem Königreich in den Wolken und seitdem phantasiere ich gerne bei so mancher Wolkenformation dahin, als ob man nur eine Leiter hinstellen müsste und dann dieses neue Land in den Wolken entdecken könnte...
Hasal
06. Sept. 2019, 09:14
Ja heute ist manches nicht mehr so. Man sollte sich einfach die Zeit nehmen und sich oft im Freien aufhalten, auf einer Bank irgendwo. Den Geräuschen lauschen usw. Nur leider findet sich manchmal einfach nicht die Zeit dazu. Das Leben in der freien Natur ist sowas herrliches, wenn ich kann , nutze ich es auch aus. Es tut einfach nur auch dem Körper gut. Ich beobachte gerne draußen , die Spur von den Flugzeugen draußen, wenn der Himmel so schön blau ist.

Johny, versuche es öfters mit rein zu bekommen, es wird Dir echt gut tun:)
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