Meine Eltern wundern sich immer wieder, wie lange ich sonntags schlafen kann. Dabei schlafe ich mit wenigen Ausnahmen meist doch auch nur acht Stunden. Das späte aufstehen ergibt sich daraus, wenn ich ins Bett steige.
Da ich jemand bin, der gerade am Wochenende gerne die Zeit vor dem PC vergisst, kann ich an diesen Tagen auch mal erst im Morgengrauen ins Bett finden.
Dieser 2. Advent war einer an Harmlosigkeit kaum zu übertreffen. Was ich unglaublich mochte.
Das Aufregendste war wohl noch, dass mein Bruder eine nette Idee für ein Weihnachtsgeschenk für Papa hatte. Einen großen Bluetooth-Lautsprecher fand er günstig im Internet. Den wir umgehend bestellten.
Erstens waren wir uns einige, dass Vater an dem Lautsprecher bestimmt viel Freude haben werde, zweitens der verlockende Preis, dass er von „Stiftung Warentest" mit „sehr gut" ausgezeichnet wurde, machte uns die Bestellung einfach.
Nikolaustag.
Vom Gefühl ist der Nikolaustag noch immer etwas Besonderes.
Jedoch nicht mehr, weil man auf Geschenke spekuliert wie in der Kindheit, es ist vielmehr ein Entgegenfiebern auf die Festtage.
Man an einem solchen Tag vielleicht sogar noch mehr bereits ist von seinem Glück abzugeben und auch mehr bereit ist an die Leute zu denken, die gesundheitlich nicht auf der Höhe sind oder vom Pech verfolgt wurden.
Nach dem Alltag stopfte ich mich mit Schokolade und Mandarinen im Wechsel voll. Genoss es. – Ich freute mich auf einige lustige Unterhaltungen, wurde aber überrascht mit tollen Gesprächen mit Tiefgang. Die mir ordentlich zum Nachdenken gaben. Wie unterschiedlich man Welt und Menschen sehen kann, ist einfach faszinierend.
Sind wir wirklich eine Ellenbogengesellschaft?
Ich bekomme den Eindruck, beim zuhören anderer, dass das Tatsächlich so sein könnte?
In meiner Umgebung, muss man sich auch mal durchsetzen, aber von einer Ellenbogengesellschaft sind wir HIER doch meilenweit entfernt. Gott-sei-dank!
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
