Ich wollte den Blog Samstagnacht posten und ins Bett huschen.
Einmal mehr erfasste mich der Schlaf in Sekundenschnelle.
Es war bereits nach acht als ich im Schreibtischsessel aufwachte und für zusätzliche Schafzeit ins Bett stieg.
Erholt, voller Vorfreude auf den geplant ruhigen Adventsonntag rollte ich mich aus dem Bett. Duschen, frühstücken … usw.
Von der Familie keine Spur.
Vater und Mutter informierten, sie seien bei Mamas Schwester zum Kaffeetrinken eingeladen.
Na gut, das lass ich mich mal vorm TV nieder. Mal sonntagsmittags einfach durch die Programme zappen, wann gab es das zuletzt?
Dann schreckte ich hoch. „Verflucht". Heute ist der 12. Dezember. Das Adventskonzert im Freien. Ich sollte und wollte doch fotografieren." – Gut, dass noch ausreichend Zeit war, sich ohne Eile zurechtzumachen.
Bruder hatte dieselbe Idee. So machten wir uns zusammen zum musikalischen Event auf. Aufgrund der Coronabedingungen fand das Adventskonzert im Stundentakt an mehreren verschiedenen Orten statt.
Mit Bruder war ich bei drei den Minikonzerten vor Ort.
Die Dunkelheit, die live gespielte Weihnachtsmusik packte mich umgehend. Dazu Bruder und die anderen gutgelaunten Zuhörer jeder Altersklasse um mich herum. Innerlich sang ich 99 % der Weihnachtslieder mit. Was unglaublich beim Fotografieren beflügelte.
Wobei mir auffiel, dass ich eine Vielzahl von Weihnachtsliedern kenne, aber alles andere als Textsicher bin. Allerdings gib es auch Weihnachtssongs, wo ich den Originaltext einfach mit einem von mir – wahrscheinlich von Kindesbeinen an – fantasierten Text, an dem „Tolkien" seine Freude gehabt hätte, ersetzte. … und diesen für voll nahm. Ob ich je meine eigenen Textfassungen aus meinem Kopf streichen werden könne?
Kalte Finger gab es gratis und obendrein die wie erwähnte vorweihnachtliche Stimmung. Da meines Bruders beste Freundin auch zu den Orchestermusikanten zählte, war mir nicht unrecht. Während er ihr netterweise den Notenständer von A nach Konzertort B trug, kam ich zu dem ein oder anderen herzlichen kurzen schnacken mit Menschen, die völlig aus meinem Blickfeld verschwunden waren.
Wahrscheinlich bin ich der Letzte der diese Trendsportart nicht kennt, aber dieses „Teqball", die Elemente aus den Sportarten Tischtennis und Fußball verbindet, sah ich Samstagnacht erstmals.
Ich fand vor allem das Mixed stark. Jeweils ein Mann und eine Frau spielen als Team gegen eine andere Mannschaft aus Frau und Mann bestehend gegeneinander. Mir gefällt auch, dass es die Kombination gibt, dass ein Mann auf eine Frau aufschlägt und eine Frau auf einen Mann.
Inwieweit das ein Spezialball ist, den man, um „Teqball" zu spielen braucht, neben dieser wie eine gebogene Tischtennisplatte aussehende Spielgerät, weiß ich (noch) nicht.
Ich konnte 45 Minuten, ohne mich zu langweilen zuschauen. Ob auch für längere Übertragungen die Faszination ausreichen würde, um diese Sportart intensiv zu verfolgen, vermag ich jetzt noch nicht abzuschätzen?
5 Dinge, die mich faszinierten & interessierten innerhalb der vergangenen Woche (nicht zwingend in dieser Reihenfolge):
- Adventskonzert; mit federleichten schnacken und Bruder, Weihnachtsklassiker, die mich berühren, Dunkelheit, Winterkälte und ein offenes Herz
- Der Begriff „Moralische Erinnerung" und alles, was ich damit verbinde (siehe Blogeintrag: „Moralische Erinnerung" 2021-11-12, Samstag
- Buch: „Wir trafen uns im Dezember" von „Rosie Curtis". Ein wunderbarer, freundschaftlicher und romantischer Schmachtfetzen
- Dass ich mich nicht nur für andere Menschen einsetzen möchte, sondern es vermehrt (vielleicht wie noch nie?) tue. Daran fester denn je glaube, Dinge anschieben zu können
- „Teqball"
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
