Wenn sich Leute freundschaftlich kabbeln und necken habe ich eigentlich meine Freude daran.
Bin der allerletzte der nicht gerne auch mal mit einsteigt, einsteckt und selbstverständlich auch austeilt.
Jedoch, wenn nur noch gekabbelt wird von allen Seiten, dann immer auf dieselbe Person ist das irgendwann nur noch schrecklich ermüdend.
Egal wie gelassen, dass die Person – die sich durchaus zu wehren weiß – augenscheinlich auch hinnimmt.
Ich glaube, wenn man Tag für Tag und sei es nur freundschaftlich aufs Korn genommen wird, macht das was mit einem, man zieht sich zwangsläufig etwas mehr von den anderen zurück.
Auch, dass, dass gut für die eigene Psyche ist bezweifele ich stark.
Woraus ich das schließe aus wochenlanger Beobachtung. - … und nein, ich schreibe nicht von mir.
Ich war gerade dabei die Füße auszustrecken und mir einen gemütlichen Abend zu machen, als ich auf dem Mobilphone eine Nachricht von einer unbekannten Nummer wahrnahm. Wartete doch das „Weihnachtspecial, der fünften Staffel von „Downtown Abbey" unter anderen auf mich.
Gut, dass mir kurz darauf das Bild, dass die Besitzerin der fremden Nummer zeigte, auffiel. Was mich sofort ungemein beruhigte.
Kannte ich doch die Frau, die auf dem Foto zu sehen war. Deren nette Eltern schon öfters als Auftraggeber in Sachen Fotoaufträgen agierten und die Werbetrommel kräftig für mich rührten.
Wobei ich mich bis jetzt frage, wer hat da wohl meine so geschützte Mobilphonenummer herausgegeben? Na ja, es war für einen guten Zweck.
Ich wurde gebeten, meine für den Verein offiziell geschossenen Fotos vom Adventskonzert (siehe: Blogeintrag; 2021-12-13, Montag: „Adventssonntag in Sekundenschnelle" ) schnell herauszugeben, damit die Bekannte mit der unbekannten Mobilphonenummer dem Dirigenten ein aktuelles Bild vom Adventskonzert ausdrucken und zu Weihnachten schenken könnte.
Hatte ich wirklich Lust mich hinzusetzen und Bilder zu bearbeiten?
Fotos, mit denen ich mich erst ab Donnerstag beschäftigen wollte, möglicherweise sogar erst nach Weihnachten oder Neujahr.
Die Antwort war ein klares „Nein".Dennoch packte ich es – natürlich – an. Zog erstmal die bequemste Jogginghose, holte mir Plätzchen, was zum Trinken, packt mir über den Computer eine Weihnachtsgeschichte aufs Ohr und hatte nebenbei den Chat laufen.
So, war es gar nicht mehr schlimm den Abend ungeplant mit Bildbearbeitung zuzubringen.
Sehr viel schneller als es für möglich gehalten hätte, war ich mit der Bearbeitung fertig und konnte noch am Abend die Bilder auf CD im Briefkasten der Bekannten einwerfen.
Bei uns gab es am Abend einen TV-Ausfall. Da freut sich Mama auf eine Sendung und dann so etwas? – Vater rief, die zuständige Stelle an. Woraufhin er erfuhr, dass in der gesamten Umgebung eine Störung vorläge. Einige Programme ließen sich trotz geringer Signalstärke empfangen, nicht jedoch der von Mama gewünschte Sender.
So verzogen sich die Eltern in dicken Jacken vor Vaters Computer, der im Erdgeschoss steht. – Gut, dass es das Internet gibt, so viele Sender, die ein kostenlosen Livestream anbieten.
Dieser Dienstag. Alltag. … und dann?
Haushalt, Familie, „Downtown Abbey" zu einer vernünftigen Zeit ins Bett. – Weihnachtsstimmung, Ole!
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!

ja Kabbeleien können Spaß machen auch ich muss mich manchmal bremsen oder werde gebremst weil ich überlegen muss halt stop wie war das gemeint.
möge der der die nummer weiter gab die nächsten wochen mit einen violetten kopf rum rennen bis ihn findest :)