Ich liege hier regungslos, höre die Stimmen erkenne aber kein einziges Wort. Ich will aufstehen und endlich zu Tim, ihm sagen das ich ihn liebe. Aber es geht nicht ich kann mich nicht bewegen. Hektik, der Ärzte bekam ich noch mit und dann war stille.
An das nächste an das ich mich erinnere ist ein warmes Gefühl an meiner Hand, und etwas nasses. Ich wusste nicht wie lange ich hier schon lag und was überhaupt passiert war alles was ich noch wusste war das ich Boris mit eigenen Händen erwürgt habe alles andere war weg. Nur dieses Gefühl der Wärme und die Geräusche die ich nicht wirklich zuordnen konnte machten mich neugierig, ich versuchte meine augen zu öffnen doch das ging nicht. Plötzlich hörte ich ein lautes piepen das war ohrenbetäubend und ich wollte mir die Ohren zuhalten, ich hörte eine Stimme rufen verlassen sie das Zimmer. Mein Herz raste ich wusste nicht was los war, die Stimme schrie einige mir unbekannte Begriffe und ich spürte ein Piks. Und wieder stille….
Ich höre eine mir allbekannte Stimme meinen Namen rufen, mich bitten endlich meine augen zu öffnen, seine Stimme war voller Trauer und ich wollte ihm sagen das ich doch da bin und das alles gut wird. Aber ich konnte nicht, ich konnte ihm nicht sagen das ich ihn nicht verlassen werde und das ich für immer bei ihm bleiben werde. Ich spürte Plötzlich eine Kälte und ich wusste das die Liebe meines Lebens das Zimmer verlassen hat. Ich spürte plötzlich etwas nasses meine Wange runterkullern und ich wusste das ich kämpfen muss, dieser Mann verdient es auch mal glücklich zu werden und ich auch. Ich malte mir aus wie wir Hand in Hand die Strasse entlangliefen und glücklich waren endlich Ruhe.
Es vergingen Stunden, Tage, Wochen undVielleicht auch Monate die Besuche von Tim wurden weniger und ich wusste es ist vorbei. Von täglichen stundenlangen Besuchen wurden wöchentliche Kurzbesuche. Aus ausgiebigen Gesprächen und streicheleinheiten wurde ein Ich vermisse dich und ein Kuss auf der Stirn. Zum Schluss hiess es nur noch gibt es was neues zum Arzt. Und ein bis bald in meine Richtung.
Ich habe es ihm aber versprochen, ich werde kämpfen und ich werde ihn glücklich machen ob mit mir an seiner Seite oder er alleine. Ich werde es schaffen. So vergingen noch einige Tage und Wochen und da hörte ich wieder seine Stimme, ich nahm meine ganze Kraft zusammen er nahm mal wieder meine Hand in seine und ich konzentrierte mich nur auf diese eine Bewegung ihm zu zeigen das ich da bin ich drückte so fest ich konnte. Er zog seine Handaus meiner und schrie nach der Krankenschwester, vor Freude küsste er mich und bat mich noch mal seine Hand zu drücken, ich konzentrierte mich noch mal und versuchte es merklich zu machen den ich wusste das nun alle Ärzte und Krankenschwestern um mich rum standen. Und ich schaffte es ein zweites Mal ich hörte seine Freude wie er die Ärzte fragte ob sie das gesehen haben, und dann sein Lachen. Ich liebe diesen Mann.
Luftmatratze 46
