Ich habe seit Oktober 2014 unzweifelhaft eine Wandlung verzogen.
Auch was meine Interessengebiete angeht.
Ein Kindskopf hoch drei bei vielen Themen?!?!
Ich mag Comics ohne sie (bisher) wirklich zu lesen.
Vielmehr mag ich Charaktere aus den Comics, die mir über YouTube, Podcasts und andere Quellen vorgestellt werden.
Nimmt man ein wenig Asterix & Obelix, den Hulk und Batman aus. Hatte ich eigentlich nicht viel mit Comicfiguren am Hut. Kennen ja, Interesse Nein.
Ich bin so typisch deutsch, dass ich Comics fast immer mit Kindheit und Jugend gleichsetzte. Jedoch, das hat Jahre gedauert - manchmal brauche ich wohl etwas länger? - das es Millionen andere Erwachsene gibt, die diese Leidenschaft teilen.
Was für ein Wissen man aus gedruckten Bildchen, versehen mit Sprechblasen sich aneignen kann, unglaublich. Wie langlebig diese Serien teilweise sind, Respekt.
Wer hätte gedacht, dass Marvel, DC, Micky Mouse, Tim & Struppi und andere an Geschichtsträchtigkeit, Inhalt und mit Querverweisen an die Literatur und Kunst überzeugen können? – Comictexter & Zeichner sind manchmal Visionäre. Ihre Geschöpfe komplexe Charaktere. Geschichten, die den bekannten Storys aus Büchern und Filmen in nichts nachstehen müssen.
Was Texter und Zeichner leisten – ich gestehe, keine Ahnung gehabt zu haben.
Zum Beispiel lag Hergé, der Erfinder von Tim Struppi, gar nicht soweit daneben, lange vor der eigentlichen Mondlandung, wie diese aussehen könnte.
Der pure Zeitungs- und Buchleser ist ein Stückweit aus mir verschwunden.
Wobei ich übrigens zu Zeit mit „Stadt der Träume" einen großartigen Roman lese.
In Frankreich ist jedes dritte verkaufte Buch mittlerweile ein Comic.
Das ist wohl in Deutschland Utopie? … denke ich Mal.
Vielleicht weil es unsere Mentalität ist? Vielleicht weil es noch mehr solche Sturköpfe gibt? – Die gerne für alles offen wären, es insgeheim aber doch nicht sind und ebenso, das Schubladendenken mit sich herumtragen?
Ich weiß noch nicht so recht, wieso Comics und weiteres (ich werde berichten) mich so Faszinieren?
Sind das Anzeichen einer ersten Midlife-Crisis? Will ich verpasstes aus der Kind- und Jugendzeit nachholen? Oder bin ich Tatsächlich endlich bereit über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen?

