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"Ein Stück Ich"

John Baker Sander
11. September 2019(bearbeitet)
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Teil 1 des Herbstputzes bei den Eltern liegt hinter mir.
Wer will schon sehen, dass die geliebten Eltern ab einem gewissen Altem selbst auf dem Boden herumkrabbeln?

Heizungen aufschrauben, aussaugen zuschrauben. So ein Innenleben einer Heizung - aus Anfang der 1980er Jahren - ist selbst für jemanden der nichts mit Technik am Hut hat ziemlich interessant. Kleine Kunstwerke aus bunten Kabeln, die mir ihren unverzichtbaren Nutzen nur bedingt verraten.
Wenn man auf dem Bauch liegt, dabei mit dem Sauger auf Staub und Dreck-jagd geht, während Eltern in anderen Zimmern wuseln, hat man Zeit in sich hineinzuhören. Man entschleunigt ganz automatisch.

In unmittelbarer Nähe meiner Eltern schwelge ich immer in Erinnerungen. Meist in Kindheit oder Jugendzeit. … einmal mehr driftete ich Gedanklich ab:

Lesen und Schreiben war in meiner Kindheit ein Erlebnis.
Ich war sowas von begeistert von Worten.
Geschichten Zuhause und Aufsätze in der Schule schreiben eine Herzensangelegenheit.
Mit der weiterführenden Schule ging diese Leidenschaft verloren. Schule war oft eine ziemlich doofe Pflichtaufgabe- keine Liebesbeziehung. Lernen ein Muss. In der Freizeit habe ich wirklich alles was mit Schule zu tun hatte hinter mir gelassen. (Ausnahmen waren leider eine Seltenheit, nicht die Regel.)

Erst 1999 begann ich aus einer Laune heraus; ich war schon in meinen
20-igern; mit Tagebucheinträgen.
Dadurch fand ich langsam, sehr langsam wieder zurück zum Schreiben und meine Neugier für Bücher - aller möglichen Genres – blühte langsam wieder auf und hält ungebrochen bis heute an.
Das was ichfabrizierte war ungefähr Einhundert Nummern unter dem in dem ich mich hier mit dem Blogg versuche. Das ist keineswegs übertrieben.
Sowohl vom Erzählstil, Grammatikalisch, Zeichensetzung und auch Sprachlich.
Seit 2007 rausche ich durch die unterschiedlichsten Medien.
Bin durch Geschichten, Erfahrungsberichten, eigene Erlebnisse stets sensibilisiert und immer Neugierig.

Seit Oktober 2014 begleiten mich Onlinecommunitys. Seit 2017 Podcasts und Blogg. Freizeitaktivitäten die auch mitverantwortlich sind, dass ich Lust habe im wirklichen Leben mit Menschen zu interagieren, sie zu beobachten oder bei abscheulichen verhalten komplett zu Ignorieren und zu verabscheuen.
Ich finde es verblüffend, Menschen die man nie gesehen hat, die man nur aus Chats oder von Blogs kennt, das diese beim Lesen und Schreiben eine wertvolle Inspirationsquelle (sogar für das reale Leben) sein können und doch mir Gleichzeitig öfters ein großes Rätsel aufgeben?

Heutzutage kann ich vieles milde weglächeln und drüber hinwegsehen. Egal wo und wann!
Was noch vor wenigen Jahren nicht Ansatzweise möglich gewesen wäre.
Auch dazu haben meine bisherige Lebens-, Lese und Schreiberfahrungen beigetragen. Ich bin mit Abstand mein härtester (und nachsichtigster) Kritiker.
Ich mag es wirklich sehr selbst verfasste Aufzeichnung von Früher zu besitzen. Mir anschauen zu können, wie ich dachte, fühlte, Personen, Dinge und mich wahrnahm.

Genau wie die Inhalte die ich heute über den Blogg verbreite. Warum? Weil das ein Stück ich bin!



Kommentare (2)

Jenny
11. Sept. 2019, 10:07
Ich lese seit einiger Zeit auch wieder mehr Bücher,was ich eine Zeit lang gar nicht mehr getan habe.weil ich ständig in irgendwelchen Chats herum hing,um bloß nichts zu verpassen.Mittlerweile hat das wieder nachgelassen,weil ich doch gemerkt habe,das wahre Leben ist doch ein bissi wichtiger,als das Chat da sein,obwohl ich hier so manchen User nicht missen möchte.Ja,lieber John,auch Du gehörst zu diesen Usern,ich liebe es Deine Blogeinträge zu lesen,weil es einfach Spaß macht,sie zu lesen und eine Menge von Dir zu erfahren....Danke dafür :)
Hasal
11. Sept. 2019, 10:19
Johny, wieder Dir danke sagen, für Deinen neuen Blogbeitrag. Ja , wer schwebt nicht gerne in Erinnerungen, auch mir geht es da nicht anders. Die Erinnerungen bleiben und und man denkt auch gerne immer wieder drüber nach. Es gibt Momente, wo man rein zufällig wieder erinnert wird oder man auch Vergleiche zieht, früher und heute.
Lesen ist nicht mehr so meins, als junger Mensch habe ich gerne gelesen, heute nur noch Schnulzenromane, die ich dafür aber auch sehr mag.
Eure beiden Blogbeiträge lese ich einfach zu gerne und dadurch auch immer einen lieben Komi da lasse. Macht beide weiter so schöne Beiträge.;):)
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