Die Nachricht des Tages und die überstrahlt alles, meine Lieblingscousine darf morgen oder übermorgen nach Hause. – Halleluja!
Auch mir fällt damit eine Riesenlast vom Herzen! … der Kopf fühlt sich angenehmerweise auch freier an.
Ich war nach der Übungsstunde richtig geladen.
Innerlich tobte ich nachdem Training wie ein überdrehtes „Rumpelstilzchen".
Obwohl ich – um das vorauszuschicken - doch noch positives mitnehmen durfte.
Die Hälfte der Stunde war genial, die Gruppe bekam von den Hallenzuschauern Szenenapplaus für ihren Trainingseifer und wie sie die Übungen absolvierte.
Dann urplötzlich, als wäre die Gruppe verflucht worden. Von einer Sekunde auf der anderen, alles weg. … alles!
Kein Zuhören mehr, mitmachen schien ein Fremdwort zu sein, man manipulierte und torpedierte die Übungen.
Ich dachte (sprach es nicht aus); Seid ihr denn jetzt völlig bescheuert.
Was war denn geschehen, wieso hatte ich die Bruchstelle in der Trainingsstunde nicht bemerkt, nicht mitbekommen können? – Die Frage, die mich bis jetzt am meisten beschäftigt.
Kurz überlegte ich die Stunde zu beenden und nach fast zwanzig Jahren erstmals zu sagen: „Ich schmeiß Euch alle heraus.… doch hieß es Contenance bewahren und das Training mit Würde durchzuziehen.
Leute kamen, nachdem Ende der Übungsstunde zu mir, lobten mich für meine Selbstbeherrschung, dass ich und wie ich das Training durchgezogen hatte. Das war ein schwacher Balsam auf der Seele.
Zu Hause dauerte es mehrere Stunden, bis ich mich wieder vollständig heruntergefahren hatte.
Woran ich allerdings auch merkte, dass ich mein Feuer noch längst nicht verschossen hatte. … Was mir der Sport und im Speziellen das Übungsleitersein bedeutet.
Derzeit schiebe ich Filme schauen immer mehr auf.
Dafür kleben meine Ohren an den Podcasts. Ob es daran liegt, dass ich in den letzten Wochen stillsitzen konnte, aber nicht Nichtstun dabei?
Derzeit würde ich mich eher träumerisch als effektiv und realistisch einschätze.
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
