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„Im Meckmodus“

John Baker Sander
15. Februar 2022(bearbeitet)
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Wenn mein Bruder Hummeln im Hintern hat, ist er schwer zu bremsen.
Das war auch am vergangenen Samstag nicht anders.
Er las mich in Worms auf.
Obwohl er erst zuvor mit (s)einer Freundin in Mainz gewesen war.

In Worms wollten wir Brüder doch noch eine Kleinigkeit für Papa besorgen.
Dir wir auch in einer Dokumentation über Pilze fanden.; Vater lieb Dokumentationen.

Mehr wurmte mich, Laufbote für die Freundin meines Bruders zu spielen.
Die unserem Vater auch etwas schenken mochte. Was ich ja verstehen kann. – Aber Fakt ist doch, sie war einige Stunden zuvor in Begleitung meines Bruders in Mainz. Dort sind die Auswahlmöglichkeiten dreimal größer als im Luther-Städtchen. – Gut möglich, dass ich auch etwas zu streng mit ihr bin. Da ich doch (noch) nicht ihr größter Fan bin.


Vaters Geburtstag war in Ordnung.

Überschattet von den Absagen von Verwandten und manchen Bekannten, denen am Geburtstagstag einfiel – im Gegensatz zu all den Monaten, Wochen, Tagen zuvor – dass Corona noch aktiv ist. Man deshalb, einzig und alleine lieber doch nicht teilnehmen wolle.

Wofür ich hundertprozentiges Verständnis gehabt hätte, wenn dieser Virus zuvor auch nur irgendeine Rolle gespielt hätte. Man Vater und Mama nicht mehrmals zu – bzw. absagte.

Der Geburtstag hatte durchaus seine Momente.
Wir feierten bereits in den Ehrentag hinein. Überreichten unsere Geschenke, ließen den Jubilar hochleben und lachte und scherzten bis in die Nacht hinein.

Über die eigentliche Geburtstagsfeier hält sich meine Meckerei in Grenzen.
In einer angemessenen Atmosphäre saßen wir – die anwesenden Gäste – und Eltern zusammen.

Erst bei Kuchen. Später bei Schnitzeln mit Zwiebeln oder wahlweise auch mit Pilzen.
Dazwischen und währenddessen wurden Anekdoten, Erinnerungen und Fußball gespielt.
Leider gab es auch den ein oder anderen unverdienten Abgesang auf unsere Politik und Werte. … was ich doch insgesamt und im Vergleich mit anderen Ländern – total – anders sehe.

Bruder, ich und weitere Verwandte und Bekannte spielten draußen mit den Kindern meiner Cousine auf nassem und dadurch matschigem Rasen.
Wer nach diesem Fußballspiel am schlimmsten aussah, ist schwer zu beurteilen. Als Dreckspatz des Monates hätten alle Beteiligten sich eine Auszeichnung verdient.

Aufgrund der Absagen von eingeplanten Geburtstagsgäste blieb jede Menge Festessen übrig.
So werden wir wohl über die gesamte Woche mit dem Verzehren von köstlichen Kuchen und Schnitzeln beschäftigt sein.


Was jedoch das wichtigste ist, dass Papa zufrieden war. Das sah doch zu unserer Freude sehr danach aus.


5 Dinge, die mich faszinierten & interessierten innerhalb der vergangenen Woche (nicht zwingend in dieser Reihenfolge):

  • Dass meine Cousine nach ihrer Schwangerschaftsvergiftung aus dem Krankenhaus ist

  • Olympia, ich hatte sei Jahrzehnten nie weniger olympische Winterspiele gesehen, hatte aber an dem, was ich sah (meist) doppelte Freude

  • Vaters, Geburtstag, inklusive Fußballspiel im Matsch, ich fühlte mich wie zwölf und war mindestens auch genauso albern

  • Menschen, die man kaum oder gar nicht kennt, aus vollem Herzen nur das Beste zu wünschen

Die Biografie von „Hilde Gerg – Der Slalom meines Lebens" lesen



„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!


Kommentare (1)

Hasal
15. Feb. 2022, 09:28
Das mit Deiner Cousine freut mich mit Dir. Ja , ärgere Dich nicht , der Geburtstag war bestimmt auch so super. Manche Menschen versteht man nicht . Aber ärgern bringt nichts.
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