Fünfzehn Kinder und drei Betreuerinnen zufriedengestellt.
Dazu viel Lob für den Sporttag eingeheimst. Ja, das tat mir gut, weil meine
wochenlangen Planungen sich doppelt und dreifach ausgezahlt hatten. Die
geplante Veranstaltung reibungslos verlief. Da alle Teilnehmer an diesem
Sporttag hoch motiviert waren.– „YES!“
Ich rechnete ja mit dem
Kindergarten.
Aufgrund der mir übermittelten Mobilphone-Nachrichten. Doch durch die Automatikfunktion
von WhatsApp und weil der Schreiber dieser Zeilen nicht genau las, stellte ich
erst am Sporttag fest – genauer gesagt, als die Gruppe vor mir stand – dass es
sich nicht um den Kindergarten, sondern um einen Kinderhort handelte.
So wurde aus „Kinderhort“, 2x „Kindergarten“. Eigentlich hätten mir die
unterschiedlichen verwendeten Begriffe auffallen müssen?
Gut, dass diese Kids nicht so viel Ältere waren und ich mein ausgetüfteltes Programm nur geringfügig anzupassen hatten.
Es gab auch einiges zum Schmunzeln. Die Betreuerinnen stehen wohl unter der Knute ihrer Chefin. Genossen es, meist in der Halle zu stehen und untereinander ausführlich plaudern zu können. – Wie ich fragte: „Ihr müsst sagen, wenn ich euch mehr einbinden soll? Bekam ich die Antwort: „Ach nein, wir mischen uns ungern ein, es läuft doch alles so toll“.
Ich kicherte still in mich hinein.
Zur Mittagspause kam auch die Chefin. Brachte den Kindern, Brötchen und Fleischwurst, frisches Obst und Getränkenachschub.
Die Auszubildende im Betreuerteam des Horts kannte mich.Erzählte sie hätte mich schon als Kind bei verschiedenen Veranstaltungen wie Ortsfeste, Sportevents und Co. mit dem Fotoapparat wahrgenommen. Selten habe ich mich 30 Sekunden so alt – wenn auch mit einem innerlichen Lächeln – gefühlt.
Erst als sie ausführlicher von ihrer Familie erzählte, konnte ich sie allerdings einer Familie meines Heimatortes zuordnen.
Am Abend auf der Couch, während sich RB Leipzig und Union Berlin einen hitzigen Kampf lieferten, wer denn am 21. Mai im DFB-Pokal-Finale antreten darf, fiel alle Anspannung des Tages von mir ab und nur mit Mühe und Not hielt ich die Augen bis zum Schlusspfiff offen.
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
