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„Ausgeklammerter Medienfusel“

John Baker Sander
6. Mai 2022(bearbeitet)
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Noch nicht bewertet

So ein Tag an dem sich mein kleiner Kosmos ausschließlich um Menschen die ich mag, um meine Person und gute Nachrichten drehten.
Böser, schlechter Medienfusel wurde ausgeklammert.

Ich mochte es, besonders nach dem tobenden „Shitstorm" zur Wochenmitte in mir.


Eigentlich lese ich ja noch immer vom „Fitzek" das Buch: „Fische, die auf Bäume klettern".

Im Karton vom Toto Lotto Laden in der Wormser Fußgängerzone – von dem ich schon öfters berichtetet – fand ich im Karton für 1,98 Euro das Buch: „Netz Killer".
Ich krame in diesen Kartons voller Bücher so gerne und oft herum, dass die Totos Lotto Shop Besitzer mir bereits freundlich zunicken, wenn sie mich durch die Fußgängerzone schlendern sehen.
Neben dem das ich mir vorgenommen hatte wieder einen Kriminalroman oder einen Thriller zu lesen bewog mich die dunkle Kapuzen-Gestalt und der Buchtitel in leuchtenden gelben Druckschriftbuchstaben auf dem Cover zum Kauf.
Fünfzehen Seite las ich bisher, auf denen es ordentlich rundging.
Hoffentlich geht's so weiter.


Direkt nach dem Alltag hielt ich es für eine clevere Idee, nähere Informationen für die Hochzeit Ende Juli – bei der ich fotografieren darf - im Westerwald (endlich) einzuholen.
Leider war anfangs die Frau, die mir das überraschende Angebot machte, die Hochzeit ihrer Nichte im Westerwald zu fotografieren, nicht anzutreffen.
Dafür ihr netter Ehemann, denn ich nun nicht mit meiner Gegenwart langweilen mochte.
Zu warten und ihm den verdienten Feierabend zu stehlen, kam für mich nicht infrage.

Ich schallte mich auf den Metern nachhause eine „Riesen Hornochse".
„Was fällt mir eigentlich ein, einfach frech wie Rotz ohne Ankündigung bei der bekannten – für deren Familie ich schon öfters tätig war – wie die wilde Horde einzufallen?"

Würde ich das mögen? …Nee, gerade ich ganz besonders nicht.
Ich kann spontan sein, jedoch selten, wenn ich Zuhause unerwartet überfallen werde. Das hasse ich eher wie die Pest!

Kaum durch die Tür rief die Bekannte an, ob ich nicht doch noch Lust hätte vorbeizukommen. – Ja, natürlich hatte ich diese.


So saßen wir nur kurz darauf bei der Bekannten in der Küche.
Es entstand ein Dreiviertel stundenlanges Gespräch.
U.a. auch über ihr ihre geschätzte Familie.
Dass man sich immer Sorgen macht um die Menschen, die man liebt!
Ihre eine Tochter ist am Studieren, die jüngere erkundet mit dem Rucksack die Welt.
U.a. wurde die jüngere Tochter in Thailand vom Coronavirus befallen.
Durfte eine volle Woche nicht aus ihrem Hotelzimmer.
Dass sie sich dieser Anweisung ja auch nicht widersetzt, stand fast rund um die Uhr ein Polizist vor der Hotelzimmertür.

Die Bekannte kann grandios erzählen.
Das in einem herzlichen, einladenden Ton.
Das hat mir enorm gefallen, wie gleichbleibend einladend man zu heiteren Themen und über die ernsten Dinge dieses Leben berichten kann.

Von ihrer speziellen Art, da schneide ich mir nur zu gerne ein großes Stück vom Erzählton und dieser ausdrucksstarken Kraft der einladenden Worte für zukünftige Gespräche heraus.


Ich hatte das Gefühl, während des Gespräches dazuzulernen.
Wie oft ich darüber tatsächlich bei Gesprächen nachdenke, was ich daraus mitnehme? – Ich würde schätzen, bisher nicht allzu oft.

Die Bekannte zeigte mir Bilder von ihrem Mann und sich.
Von der Trauung vor 32 Jahren. Als sie geheiratet hatten.
Zeigte mir auch Bilder von ihrer Silberhochzeit, Aufnahmen ihrer Töchter, Abiturientenbälle, Kirchenfesten bei denen ich die besagte Familie fotografierte.

Ausgewählte Fotos hingen am Küchenschrank.


Ich werde zur Hochzeit morgens von der Bekannten und ihrer engsten Familie Zuhause abgeholt.
Dann geht's bzw. fährt es direkt in den Westerwald.

Am frühen Nachmittag findet die Trauung im freien statt.
Damit beginnt auch für mich der erhoffte Fotomarathon.

Übernachtet wird in einer kleinen Pension.
Das Einzelzimmer bekomme ich auch gesponsert.

Am nächsten Morgen trifft sich die Familie und meine Person zum Frühstück innerhalb der Pension. Währenddessen sich natürlich der 2. Teil des Hochzeits-Familien-Fotomarathons anschließt.

Ich bin das Überraschungsgeschenk für ihre Nichte und zukünftigen Ehemann. Die von mir nichts ahnen.– Vielleicht auch besser so?


Wir – Bekannte und ich - sprachen sehr intensiv über Corona.
Sofern man das innerhalb einer Dreiviertelstunde in der wir allerhand Themen verwursteten kann?

Dabei teilten wir Ängste und Freuden aus. Zum Beispiel, dass wir eigentlich niemand kennen, dem wirklich Corona abgrundtief zusetzte. Dass wir die Impfungen nach wie vor für den geeignetsten Schutz halten, um uns sinnvoll zu schützen. .

Was ich stark bewunderte - ich suchte während des Gespräches danach, dass es gar keine Anzeichen gab - dass sie zu irgendeinem Thema keine Meinung vertritt und sie nicht das Gesprächsthema, sondern immer die Menschen darin in den Vordergrund rückte.

Hätte ich nicht das Gefühl gehabt, ihren Ehemann und ihr den gemeinsamen Feierabend zu klauen, ich hätte ihren Ausführungen noch länger problemlos zugehört und mit ihr ausgetauscht.
Am liebsten jedoch noch viel, viel mehr für mich als Mensch aus diesem Gespräch heraus gesogen.


Den Abend, man wird es möglicherweise ahnen?
Verbrachte ich mit Papa und Mama vorm TV.
Frankfurt schaffte es ins Finale der Europal-League.
Leider unterlag zeitgleich Leipzig mit 1:3 Toren in Glasgow und schied damit aus dem Wettbewerb aus.

Nun heißt es beim Fußball-Europa-League-Endspiel am 18. Mai in Sevila Glasgow Rangers vs. Eintracht Frankfurt.
Zwei Mannschaften mit großer Historie und die lange (über 40 Jahre) um mal wieder ein europäisches Endspiel erreichen zu können, warten mussten.



„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!



Kommentare (2)

Hasal
06. Mai 2022, 17:02
Dann hast ja einiges vor Dir , viel Spass dabei ;)
Nighty78
07. Mai 2022, 01:07
Ich seh dich schon mit al Schleifel um den Hals bei der Nichte im Regal sitzen ?
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