Auf der Heimfahrt fiel mir das Buch aus der Hand und landete genau unter dem Bus-Sitz vor mir. Vor mir saß eine Frau, schätzungsweise die Hälfte so alt wie ich. Meiner Meinung lehnte sie an der Fensterscheibe und schlief.
Anstatt den Mund aufzumachen und höflich nachzufragen: „Könnte ich mein Buch zurückhaben, das ist mir leider aus den Händen gerutscht?" Schwieg ich.
Stattdessen versuchte ich das Buch, das ich gut sehen, aber nicht mit den Händen greifen konnte, mit dem Fuß zu mir zu ziehen. Die Frau aufzuwecken, erschien mir wegen dieser Lappalie falsch.
Wäre aber sicher im Nachhinein der richtige Weg gewesen, anstatt mit den Füßen nach dem Buch zu scharren.
Irgendwann, während der zahlreichen Versuche mein Buch zurückzuerobern erwischte ich minimal den Schuh der Frau.
Die sofort aus ihrem Schlaf aufschreckte und mich zurecht einige Sekunden böse anfunkelte.
Ich zuckte mit den Schultern und schenkte ihr ein entschuldigendes Lächeln.
Erleichtert, dass sie zwei Haltestellen später ausstieg. Ich mein Buch ohne weitere größere Anstrengungen zurückbekam.
Während der Bus an ihr vorbeifuhr, hielt ich das Buch ans Fenster und formte nochmals mit den Lippen ein „Sorry". Ob die Frau das wohl mitbekam?Deutschland spielte auswärts gegen ein tapferes Ungarn 1:1.
Ich hätte mir einen Sieg natürlich gewünscht. Dennoch machen die gezeigten Ansätze unserer Nationalkicker doch Lust auf mehr.
Zudem bin ich gespannt, wie das Gefühl in mir während dieser Fußball-Weihnachtweltmeisterschaften sein wird?
Sicher gewöhnungsbedürftig im November und Dezember eine WM zu verfolgen?
Nun gut, zuerst einmal stehen im Juli die Fußball-Europameisterschaften der Frauen an.
31 C° Sommerwetter.
Mir deutlich zu heiß.
Weshalb ich im Eiscafé deutlich länger verweilte als vorgesehen.
Ich könnte stundenlang nur still dasitzen und andere Menschen beim Leben zuschauen. Ich genieße es mehr denn je, wenn das Leben fröhlich um mich tobt.
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!

Ja, ich denke mal, die Frau hat sich zu sehr erschreckt, nichts weiter.