Avery ging wie so oft zu dem alten Baum der alleine auf einer kleinen Anhöhe stand, setzte sich nieder und wartete auf Joshua. Eigentlich wie jeden Tag und doch sollte sich schon bald alles für sie ändern. Sie saß im Schatten des großen knorrigen Baumes der ihr genügend Schatten gegen die unerträgliche Hitze gab. Sie schloss die Augen und lauschte wie der Wind sanft durch die Blätter wehte. Sie liebte dieses Geräusch und genoss es jedes mal. Da Joshua noch auf den Feldern war beschloss ein wenig zu schlafen. Das rauschen der Blätter und die schwüle Luft halfen ihr dabei.
John Copper der wieder völlig genesen war wollte endlich seinen Racheplan in die Tat um setzen. Als er mit seinem Pferd einen Ausritt machte sah er wie Avery an einem Baum lehnte und allen Anschein nach schlief. Das war der Moment auf den er gewartet hatte. Er sprang vom Pferd und lief leise die kleine Anhöhe hinauf wo Avery nichts ahnend schlief. Er holte ein Tuch aus seiner Hosentasche und sprang blitzschnell auf sie zu. Bevor sie reagieren konnte schlug der Kerl sie mit einem Fausthieb nieder, knebelte sie mit dem Tuch und warf sich ihren Körper über seine Schulter. Er war gerade dabei zu seinem Pferd zu gehen, als er eine Stimme hörte. "Lassen sie Miss Avery sofort los". Es war die Stimme von Joshua der gerade von seiner Feldarbeit kam um sich mit ihr wie immer zu treffen. "Was willst du Nigger" fuhr ihn Copper an. "Ich habe eine Waffe auf sie gerichtet " sprach Joshua mit zitternder Stimme. Natürlich hatte er keine Waffe, aber wie sonst hätte er ihr jetzt helfen können. "Schon gut Nigger, ich lasse sie jetzt langsam zu Boden gleiten und jeder geht seines Weges" sagte Copper mit einem höhnischen Grinsen im Gesicht. "Ok so machen wir es, aber keine falsche Bewegung sonst drücke ich ab" stotterte er . Copper legte Avery sanft zu Boden und griff unbemerkt von Joshua an sein Hosenbein. Zog blitzschnell ein Messer drehte sich und warf es in seine Richtung. Joshua riss erstaunt seine Augen weit auf und blickte nach unten, wo in seiner Brust ein Messer steckte. Seine beiden Hände umklammerten den Griff der Waffe, Blut rann aus seinem Mundwinkel dann sackte er stöhnend zusammen.
"Goodbye Schwarzer Hund" zischte Copper schnappte sich die immer noch bewusstlose Avery legte sie aufs Pferd und ritt wie der Teufel davon. Joshua erwachte aus seiner tiefen Ohnmacht er lag in einer riesen Blutlache. Er versuchte krampfhaft auf die Beine zu kommen und nach einiger Zeit gelang es ihm auch. Mühevoll schleppte er sich zum Anwesen ihrer Eltern ihm wurde schwarz vor Augen, doch er wollte, ja er musste es schaffen. Sollten doch alle wissen was mit Avery geschehen ist. Da endlich die Baracken der Sklaven gleich hatte er es geschafft. Er taumelt auf sie zu und die dicke Köchin Bertha erblickte ihn als erste. Schnell lief sie auf ihn zu und rasch kamen aus den Hütten die anderen um zu sehen was passiert sei. Einer der Sklaven rannte zum Haus der Familie um sie zu informieren. Als Jenny Holmes und die anderen eintrafen stand Bertha vor der Türe ihrer Küche und schüttelte wortlos den Kopf. Joshua hatte es mit letzter Kraft nach Hause geschafft, doch der Tod war stärker als er. Kaum hörbar erzählte er Bertha was geschehen war bevor seine Augen für immer schloss.
