Ich hoffe, ihr hattet alle fröhlichen Weihnachten?
Mein Bruder ist ein begeisterter Frühstücksgeher.
Davon profitierte ich überaus am Morgen des 24. Dezembers.
Bruder hatte im „HomeRum – Sportsbar", Worms, nahe dem Stadion einen Tisch für uns reserviert.
Das „HomeRun" war angenehm weihnachtlich - ohne aufdringlichdabei zu wirken - geschmückt.
Tannenzweigen. Lichterketten. Große Bildschirme auf, denn ein digitales Kaminfeuer brannte. Oder Bildschirme, die einem einen Blick aus einem Küchenfenster nach draußen auf eine glitzernde Winterlandschaft, auf die es stetig weiterschneite zeigten.
Dazu war es angenehm warm in der Lokalität.
Das Serviceteam großartig. Freundlich, höflich, offenbar nur darum bemüht ihre Kunden zufriedenzustellen. Umso sympathischer fand ich das, als die Frauen von der Theke, in einer ruhigen Minute, alle gleichzeitig ihre Mobilphones zückten und das Büfett komplett abzufilmen. Das hatte eine ganz eigene menschliche Komponente.
Ich war verwundert, obwohl das „HomeRun" bis auf den letzten Film gefüllt war, war die Atmosphäre doch so weihnachtlich sie eben in einer Bar sein kann. Gediegen und gemütlich. Trotz 9 C° plus im Freien.
Zuerst landeten auf meinen Teller:
Blaubeer-Pfannkuchen, verschiedene Donuts.
Zwischendurch folgte ein Rührei, dessen Zutaten man auf einem vorgedruckten Zettel mit mehreren Optionen zuvor durch Ankreuzen auswählen konnte. Dinge wie: Tomaten, Kräuter, Schinken und mehr.
Danach Schinken und Brot und Schmierwürstchen, Frikadellen und kleine gegrillte Würstchen.
Zum Abschluss gab esfür den Magen Pudding.
Ich trank, Orangensaft, heiße Schokolade und erlaubt mir sogar eine schmackhafte zuckerhaltige Cola.
Mein Bruder und ich waren selten dermaßen miteinander in Dauerplausch wie in diesen entspannten Stunden.
Von Familiären, über politische Themen (wobei die an diesem Tage unnötig wie ein Kropf waren), über das Fabelhafte Frühstücksbüfett und vor allem über unzählige weitere Nichtigkeiten tauschten wir uns im wonnigen, bestens zurechtgemachten weihnachtlichen Ambiente der Sportbar aus.
Bruder und ich waren pappsatt. Mehr als zufrieden verließen wir das „HomeRun".
Ansonsten fehlte mir vielleicht in diesem Jahr etwas der Antrieb, um ein großartiges Weihnachten für mich im Rückblick verbuchen zu können?
So bekommen die Weihnachtstage 2022 die Wertung: „Okay". – Das war mehr als in Ordnung so.
Wir verbrachten im engsten und nur im engsten Familienkreis tolle Stunden miteinander.
Ich kam sogar dazu, einige ausgelassenen Stunden auf dem Sofa mich zu mümmeln und TV zu schauen.
Siehe da, ich würde behaupten in den vergangenen 20-Jahren war das TV-Programm insgesamt nicht mehr so weihnachtlich wie in diesem Jahr?
Alle Familienmitglieder wirkten mit ihren erhaltenen Weihnachtsgaben ausgesprochen zufrieden.
Unsere Familienessen, bleiben speziell an diesen Feiertagen eine Mischung aus lustigen trallala, eine Brise Feiertagskitsch, Geselligkeit und großen Lachen.
Leider und das soll auch nicht unerwähnt bleiben, finden hin und wieder das ein oder andere unnötige Wort und/oder Gesten auch unseren Tisch, die man sich besser und ganz besonders auch speziell an diesen Tagen sicher auch mal verkneifen könnte.
Dennoch, ich möchte weder auf die Weihnachtszeit noch auf die Weihnachtstage verzichten, zu wichtig sind sie mir, egoistischerweise nicht nur um andere etwas Glück und Zeit zu schenken, sondern auch für das eigene Seelenheil und Gefühlsleben.
