In meiner Fantasie hatte ich mir folgendermaßen ausgemalt, den Neujahrstag zu begehen.
Gegen 9 Uhr Frühstücken.
Ein wenig lesen, bevor ich mich gegen 11 Uhr 30 zu einem kleinen Spaziergang mit dem Fotoapparat aufmachen würde.
Danach würde ich ein kleines Mittagessen in familiärer Runde einnehmen. Ein Mittagsschläfchen von ein oder zwei Stunden machen.
Dann erholt mir Sonntags- und dem Neujahr angemessen einige Plätzchen zu einigen guten Buchseiten gönnen.
Ich würde in Vater und Mutters Erinnerungen herumkramen, während sie im Wohnzimmer säßen. Würde wie ein Schwamm alles von ihren Erzählungen aufsaugen.
Wir würden zu Abendessen. Dann der Tradition in unserem Haus entsprechend uns „Das Traumschiff" ansehen.
Bevor ich mich noch für einige Minuten vor den Computer flüchten würde.
Zum Abschluss würde ich mich in mein Bett legen, einige weitere Seiten lesen und dann über einen Podcast einschlafen.
Bevor ich am Montag, 2. Januar 2022 den nahenden Alltag vorbereiten würde und ansonsten nochmals all meine Unzulänglichkeiten ausleben würde (Filme schauen, Lesen, lange Frühstücken, mich nur um meine Person kümmern).
Stattdessen verlief dieser 1. Januar – was nun nicht allzu schwer zu erraten ist – etwas anders als in meiner Vorstellung.
Gegen 15 Uhr fand ich den Weg aus dem Schlafzimmer.
Ließ hier und da Neujahrswünsche folgen.
Aß mit meiner Familie nochmals Rippchen (und auch Würstchen) mit Kartoffelsalat.
Sah das Traumschiff. Bei dem mir das Spiel zwischen „Uwe Ochsenknecht" und „Armin Rohde" durchaus Vergnügen bereitete. Auch sonst wies die Episode erneut keine Längen auf.
Jetzt, sitze ich hier vor dem Computer, laden den Blog noch hoch, suche mireinen Unterhaltungspodcast aus und lege michin mein Bett.
Danke an alle die Menschen, die heute überhaupt einen Gedanken an meine Person verschwendet hatten!
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
