Die kleine DäMone hatte es sich im Garten gemütlich gemacht, sie lag in der Sonne und ließ sich von ihr bescheinen. Eine gut gekühlte Pilzlimonade, die niemand besser machen konnte, als die Hexe Jen, stand auf dem Tisch neben ihr. Dazu knabberte sie ein paar Pilzchips, die ebenfalls aus der der Meisterin entstanden waren. Lässig schob sie ihre Sonnenbrille auf die Augen und träumte vor sich hin. Als ganz plötzlich ein dunkler Schatten über ihr Gesicht fuhr. Sie schob ihre Brille wieder hoch und vor ihr stand dieser kleine gelbe Fiesling mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht. "Sollst du nicht den Garten pflegen" raunte er sie an. Doch die kleine DäMone ließ sich nicht aus ihrer stoischen Ruhe bringen und streckte ihm die Zunge raus und meinte nur keck "Nööö". "Na warte du Biest" grummelte er. "Dich werde ich schon noch los, dann bin ich hier der Chef im Hexenhaus". Voller wut im Bauch stampfte er mit seinen kleinen gelben Füßchen los Richtung Hexenhäuschen, wo die kleine Hexe gerade mal wieder besuch von Briefträger Freundlich hatte.
Als er das Haus betrat saßen die beiden bei einer Tassen feinsten Hexentees zusammen und nagten an ihren frisch aus dem Backofen gekommen Pilzmakronen. Da konnte Briefträger Freundlich gar nicht nein sagen. Und überhaupt sagte er nie nein bei den vielen Leckereien die es bei der kleinen Hexe ständig gab. "Der ist auch schon wieder da" murmelte die Zitrone, als er den ungebetenen Gast erblickte. Dann aber setzte er sein gespieltes Grinsen auf und hockte sich dazu. Um sich interessant zu machen plauderte er auch gleich los. "Hab ich euch eigentlich je die Geschichte erzählt, als ich beim Langlauf den finnischen Star Gunde Gieskaanen um längen schlug". Die beiden schüttelten den Kopf. Und dann legte die Zitrone los und log das sich die Balken in dem altehrwürdigen Hexenhäuschen nur so bogen. Herr Freundlich, der von Natur aus recht leichtgläubig war bekam vor lauter Staunen den Mund nicht mehr zu. "Das ist ja unglaublich wehrte Zitrone" sagte er. "Was sie alles zu erzählen haben, geht ja auf keine Kuhhaut". Die kleine DäMone die heimlich am Fenster stand und lauschte, schüttelte bloß mit ihrem Kopf. "Das dieser Einfallspinsel Freundlich alles glaubte konnte sie ja verstehen, aber die kleine Hexe sollte da doch viel schlauer sein.
Einen Tag später, der Briefträger Freundlich, die kleine DäMone und Hexe Jen saßen gerade beim Frühstück, als die Zitrone ins Haus trat. "Da seht was ich im Walde für uns geschossen habe" sagte er triumphierend und hielt stolz einen Hasen in die Höhe. "Mensch" sagte Herr Freundlich "Was für ein Prachtexemplar". Die kleine DäMone kratzte sich am Kinn und sagte schließlich "Wieso hat er denn schon das Fell abgezogen ?". Die Zitrone kam in Bedrängnis, doch meinte er ganz dreist, er hätte ihn erschossen, als er gerade beim baden war. Die Hexe Jen nahm den Hasen und legte ihn vorsorglich schon mal in den Hexenkessel um ihn später ihren Freunden schmackhaft zu servieren. Dann nahm sie die kleine DäMone zur Seite und schaute sie wieder mal mit ihrem berühmten Blick an den die DäMone nur zu gut kannte. "Mir gefällt nicht, wie du unseren Gast ständig bloß stellen willst, er ist in meinem Haus willkommen, merke dir das". Ups, das hatte gesessen, doch wer die kleine DäMone kannte der wusste nur zu gut, das sie nicht eher Ruhe gab, bis sie diesen Prahler zur Strecke gebracht hat.
