Zeit: 16 Uhr 11
Ort: Adenauerring
Mein Inneres flüstert: „Hey, Du!" „Endlich hast du Zeit durch die Stadt zu streifen. Nur zu, mach, was du möchtest".
Ich bekomme jedoch gerade meinen Hintern nicht hoch. Sitze auf einer der Holzbänke und fühle mich wohl.
Es ist um die 20C° warm. Sonne, Stadt- und Menschenlärm vermitteln Frühlingsgefühle.
Der Außenbereich der Cafés ist mit Frühlingsgenießern gefüllt, die an ihren Heiß- und Kaltgetränken schlürfen, die ihre Nasen, auf denen Sonnenbrille sitzen, der Sonne dabei lechzend entgegenrecken.
Ich blinzele in die Sonne.
Beobachte Herden von Schäfchenwolken, die an mir vorbeiziehen.
Kleben bleiben meine Blicke an den Menschen, die auf Balkonen stehen, sich unterhalten. In meiner Fantasie schmieden sie allesamt Urlaubspläne oder führen Buchgespräche, was sie gerade lesen, gelesen hatten und in Zukunft lesen werden.
Menschen, die teilnahmslos im Rollstuhl sitzen.
Ich den Lebensfunken auf den ersten Blick nicht erkennen kann, lösen in mir eine tiefe Traurigkeit aus.
Dieser Frühlingsduft, diese Frühlingsluft bringt in mir eine wunderbare Stimmung hervor. Etwas Vertrautes.
Ein wenig, auch wenn der Vergleich stark hinkt, wie früher der allgegenwärtige Zigarettenduft im Haus der Großeltern Väterlicherseits.
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
*Eintrag wurde bereits am Samstag, 18. März 2023 verfasst*
