Lunaria-Galaxie
Blog Übersicht»„Aufgewacht“
Zurück

„Aufgewacht“

John Baker Sander
4. April 2023(bearbeitet)
1 Aufrufe
Noch nicht bewertet

Zeit: 18 Uhr 4

Ort: Eiscafé Adami, Worms

Ich bin aufgewacht aus einer Lebensschlafphase.
So fühlt es sich an.

Es muss einen Gott geben.
Anders ist es nicht zu erklären, dass Bruder von jetzt auf gleich aufgab.
Sein Schmollen einstellte.
Von jetzt auf gleich (absichtliche Wiederholung) Vater mit dem neuen Navigationsgerät half und wie ein Wasserfall plaudert.

Vater ließ natürlich Bruder nicht erst einmal abblitzen.
Sondern sofort auf die still – ohne eine Erklärung von Bruder - vorgetragene Kapitulation einstieg.

Hier gilt es, zu lernen. Mir ein Beispiel nehmen. Es ist stark zu bezweifeln, dass ich sofort wieder, so mein Herz öffnen können.
Zumindest einen Denkzettel, von einigen Tagen zappeln lassen, hätte er von mir zugesteckt bekommen.

Insgesamt bin ich froh, dass die Sache wohl nun vom Tisch ist.
Sofern es keine Nachbeben gibt?


Eltern sind zu ihrer goldenen Hochzeitsreise aufgebrochen.
Königsbrunn und Umgebung ist ihr Ziel.
Angekommen sind sie dort am frühen Mittwochnachmittag.
Das Hotelzimmer ist laut Aussage der Eltern sehr schön. Die Umgebung einladend.


Ich hatte mich als Mensch länger nicht so intensiv gespürt.
Ist das Haus stiller als gewohnt, spricht das innere Ich offenbar deutlich lauter zu einem. Auch die eigene Gedankenwelt ist lebendiger.

Vielleicht hört man aber auch nicht nur hin, sondern sogar zu?


Donnerstag ist nach wie vor Büchertag.
Ich lief zufrieden und neugierig durch die Büchergänge.
Als ein Kind (ungefähr 5 – 6 Jahre schätzungsweise) - das mit seiner Mutter vor dem Spieleregal im „Thalia" stand - auch solche Gesellschaftsspiele, wie Tassen, Socken, Sanduhren und andere Dinge sind dort erhältlich - laut sprach: „Mama kann ich das Spiel spielen".
„Moment", antwortet die Mutter. Drehte dabei den Kasten des Spieles in ihren Händen und sagte mit deutlich heraushörbarem Unterton in der Stimme: „Für so ein Spiel ist das schon ziemlich teuer."
Worauf das Kind – das verwundert mich – euphorisch zur Mutter blickte und meinte: „Na gut, dann bleibt das Spiel hier und wir haben noch mehr zum Essen".
Worauf die Mutter ihre Tochter liebevoll herzte.

Diese kurze Lebensszene zwischen Kind und Mutter wirkt bis jetzt tief in mir.


Der Luxusmensch in mir schenkte trotzdem einem Buch ein neues Zuhause: „Montags bei Monica" von „Clare Pooley".
Die Buchverkäuferin an der Kasse lobt mich für meine Auswahl: „Ein wunderschönes Buch".

Ich wünsche mir, dass es genau das Buch ist, das ich vor Ostern brauche.



„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!


*Blog wurde bereits am Donnerstag, 30. März 2023 verfasst*




Kommentare (0)

Bisher keine Kommentare. Schreibe den ersten!

Einloggen um zu kommentieren.