"Ha Ha, endlich bin ich meinem Ziel nahe" grinste der Widerling höhnisch.
"Holen Sie zuerst die kleine DäMone aus dem Glas, sonst können sie sich das Hexenbuch abschminken" brüllte ihn die Hexe zornig an.
Nur sehr zögernd folgte der gelbe Unhold der Aufforderung, doch gab er letztendlich nach, wenn er erst das Buch hatte, so dachte er, dann könne er immer noch entscheiden, was er mit den beiden anstellen könnte. Die kleine DäMone war schon mächtig ins schwitzen gekommen und sah es nicht ungern, das die Zitrone das Glas von der Herdplatte schob.
Herr Freundlich, der auch an diesem Morgen die Post austrug, stieg fröhlich pfeifend vom Rad und kramte die Post heraus die für die Hexe Jen bestimmt war. Dann schritt er durch das Gartentörchen und latschte auf das Hexenhäuschen zu. Neugierig wie er von Natur aus war warf er einen Blick durchs Fenster. Hatte er doch schon mal dabei die kleine Hexe fast nackt erblicken können, als sie aus dem Bad kam. Doch was er dieses mal zu sehen bekam erfreute ihn so gar nicht. Der gelbe Mistkerl bedrohte die Hexe sowie die kleine DäMone, da musste er handeln. Obwohl er es der DäMone ein wenig gönnte, war sie doch immer so Rotzfrech zu ihm.
Hexe Jen hatte inzwischen die Truhe nach unten geschleppt und versuchte sich daran zu erinnern wie der Zauberspruch denn noch lautete, doch in der Aufregung hatte sie ihn glatt vergessen.
"Haferbrei und Spiegelei dreimal schwarzer Kater" doch die Truhe öffnete sich nicht".
Die kleine Hexe versuchte noch etliche andere Zauberformeln, doch keine war die Richtige. Die gelbe Zitrone wurde allmählich ungeduldig und schnauzte die Hexe an.
"Du hast noch einen Versuch, dann schmorrt die DäMone". Die kleine Hexe konzentrierte sich und sprach ihre letzte Zauberformel.
"Burger, Pizza, Spiegelei Hexenbuch sei endlich frei". Es herrschte Stille, dann sprangen die Verschlüsse der Truhe auf. Erleichtert setzte sich die Hexe Jen in ihren blauen Ohrensessel. Auch die kleine DäMone musste sich erstmal setzen und rutschte am Glasrand entlang bis sie auf dem Boden an kam, weil dieser schon recht heiß war, sprang sie mit einem lauten Schrei wieder auf und hielt sich ihren Hintern fest. Diesen Moment nutzte der wackere Postler um sich mit einem wilden Schrei auf die Zitrone zu stürzen die gerade im Begriff war sich das Buch zu schnappen. Er war völlig überrumpelt und ließ es sofort wieder fallen. Es kam zu einem spannenden Kampf zwischen Postbote und der Zitrone. Der Gelbe war schnell und wendig, Postbote Freundlich dagegen bräsig und langsam. Jeder war mit einem Küchenmesser bewaffnet und man fuchtelte sich damit gegenseitig vor der Nase herum.
Diesen Moment nutzte die Hexe, sie ergriff sich ihre langes Brotmesser und schlug zu. Die Zitrone wurde in zwei Hälften geteilt. Und es den Hälften kullerte eine kleine Brombeere, die sich verdutzt umschaute. Die Hexe Jen und Herr Freundlich sahen ich ungläubig an. Die große Zitrone war in Wirklichkeit eine Brombeere die sich nur als Zitrone ausgegeben hatte. Herr Freundlich fackelte nicht lange schnappte sich die Beere und stopfte sie sich in den Mund. Die kleine Hexe musste laut lachen und schaute ihn aus verliebten Kalbsaugen an. Sie kam auf ihn zu und zog ihn an sich ran dann näherte sich ihr Mund den seinen......
"Aufstehen Waldemar, dein Dienst fängt gleich an" sagte Mutter Freundlich zu ihm. Er schaute sich ungläubig um, hatte er das alles bloß geträumt ?
ENDE
P.S.
"Ähm hallo, könnte mich vielleicht jemand mal aus diesem verdammten Glas holen. Ich brauche Salbe mein Poppes brennt" maulte die kleine DäMone.
