Der Sommer kommt. 29 C° waren ein dickes Ausrufezeichen.
Ich störte mich durchaus an der Sonnenwärme und meiner Lichtempfindlichkeit. Zumindest bis zur Übungsstunde.
Die Übungsstunden verliefen Reibungslos.
Wer ist „Emilia Roig?"
Mir war die Frau vor dem Interview in einem meiner Lieblingspodcasts („Hotel Matze") kein Begriff.
Manches was sie dort äußerte, bin ich am Überdenken. Ist sinnvoll und erscheint mir äußerst logisch.
Mit vielem gehe ich nicht konform.
Abschaffung der Ehe etc. Frauen sollten generell ihren Namen bei der Ehe behalten etc. Warum denn?
Wenn man doch Lust hat, sich verbunden zu fühlen, den gleichen Namen zu tragen. Mittlerweile gibt's das doch genauso gut auch andersherum.
Ich war bisher nicht verheiratet.
Wen ich mich jedoch umschaue, erkenne ich an der Institution Ehe viel mehr Positives wie Negatives.
Auch den Vorschlag Jungs Mädchenhafter zu erziehen finde ich nicht so brauchbar.
Ich war und bin bisher der Meinung Jungs sollten Jungs bleiben und Mädels eben Mädels.
Wer sagt denn, dass ein „sehr Mädchenhaftes Mädel" nicht den biss hat sich in alles, was sie will hineinzubeißen?
Umgekehrt natürlich auch, dass eine 2 m 20 Kante von einem Mann einen eher als weiblich verschrien Beruf mit Leidenschaft ausübt.
Ich finde die Unterscheidung in Geschlechter bisher brauchbar.
Bei aller Neutralität. Jeder Mensch soll doch frei Leben und seine Persönlichkeit entfalten, wie er möchte. … stören sich einzelne Menschen wirklich daran, wenn man sie als Frau oder Mann eindeutig benennt?
Wenn ein Mann sich in Frauenkleidern wohler fühlt soll er das tun, wird dies auch sicherlich. Wenn er lieber eine Frau sein möchte, wie schwer ist es denn, ihn dann zur Sie zu erklären (damit meine ich innerhalb seines eigenen Kosmos), die Antwort überhaupt nicht. … und umgekehrt gilt das ganze natürlich auch.
Wenn eine Frau Schnurrbart, Glatze oder sonst sich ausleben möchte als „Er" bezeichnet werden möchte genauso. Wen man sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt, dann ist das eben so.
Vielleicht ist das auch alles Murks, was ich gerade geschrieben habe?
Dennoch möchte ich nicht alles aufgeben daran, an dem, was mich Menschen und Erfahrungen in über 4 Jahrzehnten lehrten.
Ich mag gewisse Begriffe, Bezeichnungen und Muster, ob bei Menschen, Pflanzen oder banales.
Spielt es nicht viel mehr eine Rolle, dass man als Mensch Frau oder Mann lieben kann, wie man möchte und sich mit diesem Menschen ein gemeinsames Leben aufbauen kann?
Alle wirklich alle gleich sind, wie immer sie sich als Person auch sehen und das eigene Leben gestalten?
Vor allem aber, dass man als Person wirklich glücklich und zufrieden ist?
Ich werde nochmal intensiv in mich gehen, über viele Thesen und Meinungen nachdenken, mehr zu diesen Themen hören und lesen.
Jedoch kann ich mir ehrlicherweise nicht vorstellen, nachdem ich mich nochmals hinterfragt habe, dass ich dann diese wunderschöne Welt mit ihren meist von mir gemochten Bewohnern viel anders wahrnehmen werde wie just in diesem Moment.
Am Abend saß ich vor Kartoffelbrei, in dem ich das Rotkraut ertrinken ließ und einer Bratwurst, die im Ketchup schwamm, und liebte diese gemochte Unordnung auf dem Teller.
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!

Na gut, der finanzielle Vorteil, okay. Ich wette, dass wenn man die steuerliche Begünstigung von Eheleuten abschaffen würde, die Zahl der Eheschließungen rapide fallen. Man spart sich schließlich das Geld für die Scheidung.