Endlich, Herr Freundlich hüpfte gut gelaunt aus seinem Bett, riss sich den FC Bayern Schlafanzug vom Leib und sprang fix unter die Dusche. Gleich war es soweit, die Reise konnte beginnen. Die Leute vom Preisrätsel wollten einen Wagen schicken der sie direkt zum Traumschiff bringen sollte. Frisch geduscht, gekämmt und parfümiert begab sich Herr Freundlich nach unten, wo bereits seine Mama auf ihn wartete. Um einen größeren Konflikt aus dem Wege zu gehen, musste er Mama mit nehmen, lief er doch sonst Gefahr enterbt zu werden.
"Ich hab uns lecker Kohlrouladen gemacht und Bütterkes eingepackt" strahlte Mama Freundlich übers ganze Gesicht.
"Mama, wir sind auf dem Traumschiff, da gibt es alles was man sich nur wünschen kann" antwortete er.
"Und wenn ich noch eine Kohlroulade essen, schwebe ich vermutlich über den Boden, bei all den Gasen die sich im Gedärm bilden".
"Pappalapapp, du wirst mir noch dankbar sein, Junge"
"So und nun trag die Koffer raus, Kapitän Silbereisen, wartet sicher schon auf uns"
Herr Freundlich wollte noch was dazu sagen, ließ es aber dann doch besser bleiben.
Im Hexenhäuschen herrschte unterdessen entspannte Ruhe, die kleine Hexe hatte bereits am Vortag alles sorgfältig gepackt, trank in Ruhe noch ein Pilzlikörchen und wartete geduldig auf den Wagen, der sie abholen sollte.
"So Fräulein" sagte sie mit strenger Stimme zur kleinen DäMone.
"Du machst mir hier keinen Kummer, nicht das, wenn ich wieder komme, hier alles in Schutt und Asche liegt"
"Und hetze die Katze nicht den ganzen Tag durch die Gegend"
Die kleine DäMone nickte brav und dachte überhaupt nicht daran hier alleine zurück zu bleiben. Ihre geringe Größe konnte von großem Nutzen für sie sein.
Herr und Mama Freundlich standen noch eine Weile vor dem Haus, als endlich der Kleinbus vor fuhr, der Fahrer ein hager Typ mit buschigem Bart und wirr vom Kopf stehenden Haaren sprang heraus setzte seine Chauffeur Mütze auf und packte alles Koffer in den Wagen.
"Na das nenne ich mal Service" strahlte Mama Freundlich.
"Mein Name ist Fizzy Puschmuck und heiße sie im Namen der Reederei herzlich Willkommen" sagte der Fahrer.
"Wir fahren jetzt noch zum Hexenhäuschen und dann geht es auch gleich los zum Schiff".
Bei dem Wort Hexenhäuschen verschlechterte sich die Laune von Mama Freundlich deutlich. Das diese Person mit kam missfiel ihr sehr. Was hatte ihr armer Waldemar doch unter ihr schon leiden müssen.
Die kleine Hexe stand vor dem Tor ihres Häuschens und hielt aus schau nach dem Wagen, da endlich tauchte er in der Ferne auf, Die Hexe sprang vor Freude in die Luft, diesen Moment macht sich die kleine DäMone zu nutzen. Sie hüpfte in die Tragetasche und verkroch sich im Kulturbeutel der Hexe. Das hätte geklappt, freudig rieb sie ihre kleinen Hände und freute sich auf Sonne, Strand und Palmen.
Als der Wagen hielt sprang Fizzy wieder aus dem Wagen, setzte seine Mütze auf und nahm auch das Gepäck der kleinen Hexe, dann fuhren sie los. Jen begrüßte Herr und Mama Freundlich mit einem bezaubernden lächeln. Herr Freundlich grinste strahlend zurück, nur von Mama Freundlich gab es einen mürrischen Blick. Viel wurde während der Fahrt nicht gesprochen, jeder ging seinen Gedanken nach und ließ die Landschaft an sich vorüber gleiten. Man war gut eine Stunde unterwegs, als Fizzy plötzlich sagte:
"So, meine sehr verehrten Damen und Herren gleich haben wir unser Ziel erreicht"
"Meine Frau Mamsi hat extra einen kleinen Imbiss für sie vorbereitet" grinste er.
Alle sahen sich verwundert an, hier sollte das Traumschiff anlegen, wo ist denn die See ,wo so ein Pott anlegen kann, dachten sie. Der Wagen hielt und Fizzy führte die Gruppe eine Anhöhe hinauf, als sie diese erreicht hatten und hinunter blickten trauten sie ihren Augen nicht. Dort lag ein alter Kahn der schon bessere Zeiten gesehen hatte, sollte das ihr Traumschiff sein ? Vor dem Schiff stand eine Frau, die freudig mit einem Pfannenwender winkte und laut "Huhu" gröhlte.
"Du lieber Gott, in was für ein Schlamassel hast du uns da wieder rein geritten, Junge" jammerte Mama Freundlich.
