Zeit: 15 Uhr 20
Ort: Bahnhofgebäude, Worms
Problemlos könnte ich sofort einschlafen!
Was zu einem daran liegt, dass ich erst in den Morgenstunden den Weg ins Bett fand.
Zum anderen dieser unsympathische Dauerregen bei kühlen 16C.
Nicht nur das Wetter, sondern auch die Menschen wirken herbstlicher.
Regenschutz, lange Hosen, Jacken und Mützen tief ins Gesicht gezogen.
Irgendwie ja genau mein Wetter.
Heute jedoch nicht.
Ich hätte so gar nichts gegen einige Stunden Sonnenschein als Belebungsmaßnahme und Energiespender einzuwenden.
Normalerweise freue ich mich, wenn der Sommer gemächlich in den Herbst übergeht.
Offenbar, jedoch nicht, wenn dieses Jahreszeitgefühl Anfang August von mir Besitz ergreift.
Ich sehne gerade ein Sommercomeback herbei.
Hat sich mein Wunsch erfüllt, alle Voraussetzungen für traumhafte Sommertage sind gegeben, werde ich es kaum abwarten können, bis der Herbst da ist und meine Saisonale Fantasien erneut befriedigt sind. – Manchmal ist Mensch bleiben so verdammt einfach!
Ein genialer Filmtrailer zu dem 2024 erscheinenden Biopic:
„Bob Marley-One Love", brachte den Musiker zurück auf meine Playliste und somit auch in meinen Gehörgang.
Songs die positiv sind und mir guttun.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als Gemochtes wieder neu zu entdecken.
Seit einigen Minuten nimmt die Geräuschkulisse im Wormser Bahnhof zu.
Ein Zeichen für den beginnenden Feierabendverkehr?
Verschiedene Stimmen und Sprachen prallen aufeinander, bleiben in meinen Ohren als gemischter Wortbrei hängen. Wie eine unbekannte Sprache.
Dennoch kann ich mich an diesem „Wortbrei" durchaus ergötzen.
Es ist als, wenn man den TV einschaltet, dann jedoch drei Zimmer weiter andere Dinge erledigt und den laufenden Fernsehton nicht mehr richtig versteht, sich aber an diesem unverständlichen, beruhigenden Hintergrundrauschen, alleine schon das es da ist, erfreut.
Eine Art visuelles Rauschen, ist es mitanzusehen, wie eine Vielzahl von Menschen, jeden Alters von der eine Seite zu den Bahnsteigen strömt und von der anderen Bahnhofseite Menschen Richtung Busbahnhof und Innenstadt eilen.
Nur die wartenden und gemütlichen lassen sich in der Wormser Bahnhofshalle nieder, machen einen Abstecher beim „Burgerking", decken sich bei der Bäckerei mit Naschwerk oder Herzhaften ein und besorgen sich Lesestoff und Tabak bei „Presse und Buch".
Punkt: 17 Uhr 5.
In der Bahnhofhalle wurde soeben das Licht eingeschaltet.
Zeit zu gehen.
Nachtrag:
Kaum war ich durch die Haustür - auf dem Weg von der Bushaltestelle nachhause legte der Regen nochmal deutlich zu - ließ sich doch noch die vermisste Sonne blicken bis weit in den späten Abend hinein.
„Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! – Wer immer Ihr auch seid?!
