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„Wasserochse“

John Baker Sander
18. August 2023(bearbeitet)
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Ich hatte mein Tageswerk komplett absolviert, weilte bereits im Feierabendmodus. Saß entspannt vorm Fernseher und schaute die Liveübertragung des europäischen Super-Cup-Finales. (Manchester City vs. Sevilla).

Ausnahmsweise lief auch der Computer nebenher.
Innerlich hatte ich bereits mit dem Mittwoch total abgeschlossen.
Fußball, Zähneputzen, ab ins Bett. … So meine eigene Wahrnehmung, wie der Abend verlaufen sollte.

Das Fußballspiel lief rund eine Viertelstunde als Mutter leicht zähnefletschend hereinstürmte. „Es regnet, vielleicht kannst du auch helfen?
Die anderen pumpen das Wasser ab aus dem Hof und Blumenbeet ab, damit es nicht ins Untergeschoss hineinläuft!" … und weg war die Mama.


Anmerkung:

Vor den Fenstern des Untergeschosses, wo Waschmaschine und Trockner ihren Tätigkeiten nachkommen und in dem dahinterliegenden Raum die Vorratskammer ihren Platz hat, ist ein kleines Blumenbeet liebevoll angelegt, das von Mama und Vater immer wieder über das Jahr aufgehübscht und bepflanzt wird)

Ich hatte ein Tröpfeln mitbekommen, mehr war es nicht in meinen Ohren. Hier und da ein Regentropfen, nichts Neues nach den letzten Tagen.


Ich im kompletten Feierabendmodus motzte in mich hinein. „Wie schlimm kann das denn bitteschön sein?
Können die nicht drei Minuten mal ohne mich zurechtkommen, was soll ich denn jetzt machen, einen Sonnentanz das es aufhört zu Regen oder was?"


Natürlich raffte ich mich auf.
Eilte gemächlich zu Vater und Bruder in den Hof.
Bruder und Vater hatten ordentlich Regen abbekommen, seit ich mit im Hof stand, fuselte es nur noch.

Das Blumenbeet stand unter Wasser. Vater und Bruder auch. Bruder spielte Chef und Vater lenkte ihn geschickt, dass der Bruder auch immer die richtige Entscheidung traf. … Ich blieb auf meinem Beleuchter-Posten wortkarg.
In die Speisekammer war glücklicherweise kein Wasser eingedrungen, in den Wäschewaschraum etwas. Wasser sucht sich einen Weg. Auch durch die kleinsten Ritzen verschlossener Fenster.
Hier hatten wir erneut Dusel. Dass sich die Wassermassen doch in überschaubaren und verkraftbaren Mengen hielten.
Das konnte alles mit Putzlappen problemlos beseitigt werden.


Ich durfte mich nun als Taschenlampenhalter betätigen. Trotz gutem Hoflichtes sind manche Ecken eher spärlich ausgeleuchtet.

Vater stand im Blumenbeet und saugte mit der Pumpe das Wasser ab.
Bruder öffnete den Behälter der Pumpe (eine Art Wassersauger), entleerte den Behälter und verschloss ihn anschließend wieder, dass Vater weiter absaugen konnte.
Nach einer knappen halben Stunde hatten wir die Bedrohung abgewendet. (Wobei Vater und Bruder sicher schon 30-40 Minuten ohne mich tätig waren).

Wir hatten schon die Pumpe und alles andere Material wieder gereinigt, wollten die Pumpe zurück an ihren Platz stellen, als uns auffiel, dass ein Kellerraum (der im 2. Weltkrieg schon Schutzsuchenden vor Fliegeralarm und Co. Unterschlupf gewährte) auch knöcheltief unter Wasser stand.
Also das ganze Spiel von vorne. … absaugen, entleeren, leuchten.

Danach hüpfte die Familie nacheinander unter die Dusche und sah noch das Fußballspiel zu Ende.
Das Manchester City (1:1) im Elfmeterschießen mit dem Gesamtergebnis von 6:5 Toren in Piräus für sich entscheiden konnte.


Wir waren froh, dass bei uns nichts und niemand Schaden genommen hat. Nimmt man die von Dreck und Erde besudelten Fenster des Untergeschosses aus.



Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! - Wer immer Ihr auch seid?

*Blog wurde bereits am Donnerstag, 17. August 2023 verfasst*



Kommentare (2)

Fizzy Lemon
19. Aug. 2023, 11:05
Ich wusste, dass John eine große Leuchte ist... auch beim pumpen. :D:D:D:p
John Baker Sander
20. Aug. 2023, 04:57
:p
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