Ewig hatte ich das Geklimper am Mittwoch von Kleingeld in den Ohren.
Das Geräusch von Münzen, die sich berühren und dann in einer Verkaufskasse stumpf landen.
Der Busfahrer winkte am Abend seine Fahrgäste beim Einsteigen durch.Ohne Fahrscheine zu kontrollieren, noch Fahrscheine zu verkaufen.
Der Gute Mann auf dem Fahrersitz wirkte durchgeschwitzt und lustlos.
Der Schweiß lief ihm in Strömen von der Stirn und die Lustlosigkeit bilde ich mir ein, dass ich diese dem Busfahrer vom Gesicht ablesen konnte.
Ich kann es ihm bei der drückenden Wärme nicht verdenken.
Wie oft mag er wohl dieselbe Strecke unter Einfluss der Sommerhitze gefahren sein?
Ich bin der Meinung, speziell im Sommer gibt es angenehmere Berufe als
Busfahrer.
Vielleicht eine der am meist unterschätzten Berufsgruppen überhaupt?
Was diese jeden Tag an Konzentration- und Pflichtgefühl ableisten müssen, ist enorm.
Dennoch bin ich dankbar, dass der Busfahrer zumindest aufmerksam im Straßenverkehr war, ich entspannt lesen konnte, während er mich sicher zu meiner Ausstiegshaltestelle chauffierte.
Da hat mich doch gerade, wie ich vom Busfahren schrieb, eine Busfahr-Erinnerung gestreift.
Fällt mir doch gerade ein, während der siebten und achten Klasse, als wir mit dem Schulbus fuhren, der Busfahrer von Schülern Kassetten annahm von den „Böhsen Onkelz" als diese wirklich noch böse waren und im gesamten Bus für alle hörbar abspielte.
Bereits innerhalb der 90er Jahre hat sich die Band „Böhse Onkelz" jedoch von diesem radikalen Gedankengut losgesagt.
Das Finale im Stabhochsprung der Damen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Budapest zwischen „Nina Kennedy" (Australien) und „Katie Moon" (USA) spannend bis zum letzten Versuch.
Toll, dass sich die Amerikanerin und die Australierin darauf einigen konnten, den Weltmeistertitel zu teilen.
Nachdem beide Frauen dreimal an der an diesem Wettkampftag unüberwindbaren Höhe von 4 m 95 gescheitert waren.
Die Höhe von 4 m 90 konnten die Finalistinnen übrigens zuvor bezwingen.
Großartige Bilder, wie sich die Damen nach Verständigung auf Teilung der Weltmeisterschaftsehren in den Armen lagen.
„Joshua Abuaku" konnte als erster deutscher nach 36 Jahren wieder in einen WM-Endlauf über 400 m Hürden erreichen.
Dann gab es noch die beherzt auftrumpfende deutsche 3000 m Hindernisläuferin „Olivia Gürth", die sich für den Endlauf qualifizieren konnte.
Mein Bruder saß bei den Eltern und verfolgte mit ihnen die WM im Wohnzimmer.
Während ich den Abend ausschließlich in meinem Schlafzimmer verbrachte, vor dem Computer und ebenfalls mit der Berichterstattung der Leichtathletik WM im Fernsehen.
Ich hatte ein bisschen was abzuarbeiten. Das meiner Meinung kaum Aufschub duldete.
Wobei dieser WM-Wettkampftag für mich mehr Live-Radio-Reportage war wie uneingeschränkter TV-Genuss.
Nahm ich doch die Kommentatoren und Experten hauptsächlich als angenehme Hintergrundberieselung mit den Ohren auf.
Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!
* Beitrag wurde bereits am Mittwoch, 23. August 2023 verfasst*
