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Neues von der kleinen Hexe Jen - Die (Alp) Traumreise 6

Jenny
21. September 2023(bearbeitet)
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Endlich war es soweit, der erste Landausflug stand an, alle waren doch recht froh mal von dem alten Kahn herunter zu kommen. Kotzburg an der Göbel hieß das Ausflugsziel. Besonders Herr Freundlich freute sich schon auf den Trip, mochte er doch Ritter schon seit seiner Kindheit, doch nicht nur die Ritter waren es die sein Interesse weckten, besonders den opulenten Ritterschmaus den es im Anschluss gab war sehr verführerisch. Auch Admiral Puschmuck war darauf erpicht eiligst von Bord zu kommen, stand doch heute Mamsis legendärer Blumenkohlauflauf auf dem Speiseplan, ein Gemüse das nicht ganz so nach seinem Geschmack war.

Wie man es von Fizzy gewohnt war steuerte er die "Kaiserin Sissi" zielsicher in den Hafen, das ein oder andere Ruderboot das ihm dabei in die Quere kam musste halt dran glauben. Deshalb herrschte auch immer große Panik, wenn die Fischer sein Schiff kommen sahen, sodass sie schleunigst das Weite suchten. Baldrian sprang als erster von Bord um das Schiff fest zu machen, das geschah in einer solchen Langsamkeit, das man glaubte er bewege sich in Zeitlupe. Die kleine DäMone die an Deck herum lungerte beobachtete das ganz fasziniert. "Der muss doch von einem Faultier abstammen", dachte sie sich und lachte sich fast tot.

Herr Freundlich hatte sich für den Ausflug herausgeputzt wie ein Pfau. Er trug eine knielange Khakihose und dazu ein knallbuntes Hawaiihemd, sein Kopf zierte eine Kappe seines Lieblingsvereines SV Borussia Hintersalatblatthausen 1808. Als wenn das nicht schon genug wäre, trug er noch eine übergroße coole Sonnenbrille. Die kleine DäMone lachte sich bei seinem Anblick schlappt, selbst Mama Freundlich musste schmunzeln bei seinem Aussehen. Nur die kleine Hexe hatte keine Lust, sie wollte sich dieses olle Zeugs nicht anschauen und freute sich statt dessen auf Mamsis Blumenkohl.

Die kleine Reisegruppe wurde bereits ungeduldig vom Burgherren Freiherr Johann Baker von Sander zu Sander erwartet, freudig reichte er jedem die Hand und verfrachtete sie allesamt in seinen alten klapprigen Kleinbus. Der Freiherr hielt noch kurz eine Ansprache, dann schob er eine Kassette rein und die fröhliche Fahrt zur Kotzburg konnte beginnen. Nur gut das die Reise recht kurz war, denn nach der fünften Wiederholung von "Mir san´s die alten Rittersleut" hatte man so langsam den Kaffee auf. Am Ziel angekommen hüpften alle aus den Wagen und der Burgherr begann mit seiner Führung. Geduldig latschte die ganze Gruppe hinter ihm her, durch unzählige Räume, Keller und Verließe, man schaute Bilder der Ahnen, alte Wappen und Fahnen, zig Rüstungen, selbst der Nachttopf von der Frau Gemahlin wurde jedem unter die Nase gehalten. Herr Freundlich wurde allmählich ungeduldig sein Magen hing ihm schon in den Kniekehlen und Admiral Fizzy hatte so einen Kohldampf, das er schon zu fantasieren begann wie er sich über Mamsis Blumenkohl hermachte. 

Die kleine DäMone hatte unterdessen im Kellertrakt des Schlosses neue Freunde gefunden, sie flog mit einer Fledermaus durch das Kellerfenster hinaus bis hoch zu den Türmen die die Burg umzäunten. Sie hatte mega Spaß und lachte vor Vergnügen. Endlich war es dann auch für die Gruppe soweit, Freiherr von Sander zu Sander lud zum großen Ritterschmaus. Wie die wilden stürzten sich alle auf die gebratenen Hühnchen, man goss sich den Wein in großen Kelchen ein und ließ ihn genüsslich die Kehle herunter rinnen. Die Knochen warf man wie in guter alter Ritterzeit hinter sich und auch so manch ein Kelch flog gegen die Wand je höher der Pegel stieg. Herr Freundlich hatte den Kanal schon reichlich voll, er trank noch einen Becher Wein, rülpst dabei wie ein Ferkel und fiel dann mit dem Stuhl nach hinten, wo er auch liegen blieb. Auch Mama Freundlich war voll wie eine Strandhaubitze und schlief mit dem Kopf auf dem Tisch liegend ein. Nur Admiral Puschmuck hielt noch wacker das Ruder in der Hand, er wusste heute war er Mamsis Blumenkohl noch entkommen, doch schon morgen war er fällig. Mamsi ließ nichts verkommen, was heute nicht gegessen wird, kommt morgen auf den Tisch, das war ihre Devise. Sollte er es wagen und sich weigern griff sie kurzerhand zu einem ihrer Pfannenwender, die hatte sie ihm oft genug über den Schädel gezogen. Er trank noch eine Weile dann klappte auch er zusammen und schlief, das ein Auge, das andere nicht sah.




Kommentare (2)

Fizzy Lemon
21. Sept. 2023, 13:07
Oh ja, den Pfannenwender kennt Admiral Puschmuck nur zu gut. Kriegt er ihn doch stets zu Unrecht übergezogen, jawohl!
Hasal
21. Sept. 2023, 16:22
Oh wieder so cool geschrieben :D, ach Jennymaus . Deine Geschichten sind echt SPITZE .
Ja ja Puschmuck, dann mal auf zum Blumenkohl vernichten;)
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