Lunaria-Galaxie
Blog Übersicht»Traurigkeit
Zurück

Traurigkeit

Black Phönix
22. September 2023(bearbeitet)
5 Aufrufe
Noch nicht bewertet

Traurigkeit

Es ist schon erschreckend zu sehen was manche Krankheiten und nachfolgen von OPs anrichten können. Mit meinem Vater habe ich immer viel unternommen, wir haben zusammen gekocht, gegrillt, gebacken und Mutter geärgert gemobbt und streiche gespielt. Ich fahre jeden Sonntag hin und wir essen gemeinsam, nur dann ging es meinem Vater schlecht und hatte Herz Probleme bekommen. Er musste sich dann einer Herz OP unterziehen, was er nur sehr schwer verkraftet hat. Er lag lange auf der Intensivstation und musste künstlich ernährt werden, wodurch er auch eine Menge an Gewicht verloren hat. Als er dann wieder ansprechbar wurde und das erste Mal aufstehen konnte, musste er meiner Mutter ja zeigen, wie fit er ist, hüpfte durch das Zimmer und sackte danach zusammen. Es stellte sich raus ein Schwerer Schlaganfall und er wurde in eine Spezialklinik geflogen. Kurz gesagt in der Klinik hatte er dann auch noch mal 3 Schlaganfälle was dann Folgen hatte auf das Laufen, sprechen, Motorik und Kurzzeitgedächtnis. Nun war er nicht mehr der Mann, den man kannte, ehr wie ein kleines Kind. Als ich ihn besuchte in seiner Rhea sah er aus wie ein Haufen Elend wie er in dem Rollstuhl saß und keine richtigen Sätze mehr zu Stande bekam. An diesem Tag beobachtete ich ihn und meine Mutter und mir zerbrach das Herz das anzusehen, was diese Schlaganfälle angerichtet haben. Am liebsten hätte ich ein Kissen genommen und Ihn von seinem Leiden zu erlösen, hört sich hart an ja aber meine es nicht böse damit. Ich musste dann das Klinikum verlassen konnte es nicht mehr sehen. Jetzt ist er wieder zu Hause und meine Mutter pflegt ihn, aber er ist immer noch, wie ein Kleinkind er kann sich kein Brot schmieren, sich nicht mehr alleine anziehen, sag mal pinkelt daneben, verliert beim Gehen am Rollator seine Hose und merkt es nicht mal und sein Kurzzeitgedächtnis ist immer noch weg. Wer weiß, ob es je wieder besser wird, aber es ist traurig, wenn man das alles sieht und miterlebt hat und nix dagegen machen kann. Fahre immer noch jeden Sonntag hin, um mit Ihnen zu essen und mich zu unterhalten. Das zum Thema Traurigkeit. 



Kommentare (4)

Fizzy Lemon
22. Sept. 2023, 16:12
Ja, das ist wirklich hart, wenn man erlebt, wie es Menschen regelrecht zerlegen kann. Das kenne ich nur zu gut. Schon als kleiner Junge sah ich den Niedergang eines Nachbarn, der einst ein sportlicher junger Mann war und dann dank Multipler Sklerose zum hilflosen, sabbernden Elend wurde. Meine Bewunderung gilt seiner Frau, die ihn aufopfernd pflegte, nebenbei zwei Kinder großzog und als Logopädin arbeitete. Sie machte das immerhin fast 50 Jahre lang, denn dann erst starb er. Sollte man hier "endlich" sagen dürfen? Letztlich ist es nicht nur die Dauer. Ich selbst sah Angehörige und Nichtangehörige, die durch Demenz, Krebs oder sonstwas einfach nicht mehr diese Menschen waren, die man sein Leben lang kannte. Das prägt einen und lässt das Leben in einem anderen Licht sehen.
Tja, wer weiß, wie wir mal werden...?
Hasal
22. Sept. 2023, 18:03
Deine Geschichte ist sehr schlimm, leider. Aber so wie Lemon sagt , keiner weiß Gott sei Dank, was noch alles auf Ihn selbst zukommt.
Schau manche Menschen --- auch uns selbst, der eine Mensch steckt alles leicht weg , ein Anderer sehr schwer. Denn jeder Mensch ist verschieden.
Zeig Deinem Papa, dass Du für Ihn mit Deiner Mama da bist , auch Deine Geschwister. Denn das braucht ein kranker Mensch, Zuneigung.:(
punktal
23. Sept. 2023, 10:14
Lieber Phönix,

leider hat das Leben auch schmerzhafte, traurige, tragische,... Seiten und Zeiten für jeden von uns parat. :(
Ich fühle sehr mit dir mit, da ich weiß wovon du redest/schreibst. Auch wenn man noch so trauirg ist, und es extrem schwer fällt, so möchte man doch mit dem geliebten Menschen eine schöne Zeit verbringren und sie ihm so gut man kann bereiten.
Ich wünsche dir sowie deiner Familie ganz viel Kraft.
Fühl dich freundschaftlich umärmelt.

Auch wenn manche es sich nach außen hin nicht anmerken lassen oder anmerken lassen wollen, so bin ich der festen Überzeugung, dass es jedem nahe geht. Niemand steckt einen Schicksalschlag leicht weg, außer er/sie ist gefühllos.
Marcus
23. Sept. 2023, 17:43
Lieber Blacky,es ist so verdammt schwer mit anzusehen wie ein geliebter Mensch vor den eigenen Augen so zerfällt.Man möchte laut schreien
und fragen,hat das ein Mensch verdient?Ich kann mir vorstellen was in dir vorgeht.Am liebsten würde man davon laufen aber so feige sind wir nicht.Deine
Mama freut sich sicher besonders wenn du sie besuchen kommst.Genieß die Zeit mit deinem Papa,egal wo er gerade ist mit seinen Gedanken.Bedank dich
für die wunderschöne Zeit die ihr zusammen verbringen durftet.Diesen Weg werden wir irgendwann alle mal gehen müssen Blacky...manch einer geht leise
in seiner eigen Welt und der andere geht auf eine andere Art und Weise.Ich knuddél dich mal in Gedanken und schicke dir viel Kraft rüber....
Einloggen um zu kommentieren.