Traurigkeit
Es ist schon erschreckend zu sehen was manche Krankheiten und nachfolgen von OPs anrichten können. Mit meinem Vater habe ich immer viel unternommen, wir haben zusammen gekocht, gegrillt, gebacken und Mutter geärgert gemobbt und streiche gespielt. Ich fahre jeden Sonntag hin und wir essen gemeinsam, nur dann ging es meinem Vater schlecht und hatte Herz Probleme bekommen. Er musste sich dann einer Herz OP unterziehen, was er nur sehr schwer verkraftet hat. Er lag lange auf der Intensivstation und musste künstlich ernährt werden, wodurch er auch eine Menge an Gewicht verloren hat. Als er dann wieder ansprechbar wurde und das erste Mal aufstehen konnte, musste er meiner Mutter ja zeigen, wie fit er ist, hüpfte durch das Zimmer und sackte danach zusammen. Es stellte sich raus ein Schwerer Schlaganfall und er wurde in eine Spezialklinik geflogen. Kurz gesagt in der Klinik hatte er dann auch noch mal 3 Schlaganfälle was dann Folgen hatte auf das Laufen, sprechen, Motorik und Kurzzeitgedächtnis. Nun war er nicht mehr der Mann, den man kannte, ehr wie ein kleines Kind. Als ich ihn besuchte in seiner Rhea sah er aus wie ein Haufen Elend wie er in dem Rollstuhl saß und keine richtigen Sätze mehr zu Stande bekam. An diesem Tag beobachtete ich ihn und meine Mutter und mir zerbrach das Herz das anzusehen, was diese Schlaganfälle angerichtet haben. Am liebsten hätte ich ein Kissen genommen und Ihn von seinem Leiden zu erlösen, hört sich hart an ja aber meine es nicht böse damit. Ich musste dann das Klinikum verlassen konnte es nicht mehr sehen. Jetzt ist er wieder zu Hause und meine Mutter pflegt ihn, aber er ist immer noch, wie ein Kleinkind er kann sich kein Brot schmieren, sich nicht mehr alleine anziehen, sag mal pinkelt daneben, verliert beim Gehen am Rollator seine Hose und merkt es nicht mal und sein Kurzzeitgedächtnis ist immer noch weg. Wer weiß, ob es je wieder besser wird, aber es ist traurig, wenn man das alles sieht und miterlebt hat und nix dagegen machen kann. Fahre immer noch jeden Sonntag hin, um mit Ihnen zu essen und mich zu unterhalten. Das zum Thema Traurigkeit.

Tja, wer weiß, wie wir mal werden...?