Zeit:15 Uhr 17
Ort: Busbahnhof, Worms
Sonne satt!
Zumindest bis ich aus meiner Umhängetasche, Modell: âFlugbegleiter", die Sonnenbrille hervorziehen mochte.
Just in diesem Moment setzte der Regen ein.
Der Himmel blieb blau. Nur die Sonne wich etwas vor dem Regen zurĂźck.
Es tropfte ungefähr fßnf Minuten.
FĂźnf Minuten, die ausreichten meinen Plan mich in der Parkanlage: âAdenauerring" niederzulassen zunichtemachte.
Stattdessen machte ich mich auf den Weg durch die belebte FuĂgängerzone zum Busbahnhof. Wo ich auch â da der Wartesteig Ăźberdacht ist â drauĂen sitzen kann.
Besorgte im âDM" zuvor noch Schuhdeo und Mundwasser.
Während ich die FuĂgängerzone durchstreifte, stellte ich fest, dass nicht nur mir bewusst war, dass sicher der Sommer seinem Ende nähert.
Nochmals Sonne tanken.
Ein vielleicht letztes Mal leichte Sommer- und WohlfĂźhlklamotten auf der Haut spĂźren.
Ich kann mich nicht erinnern, dass mir in den vergangenen Wochen ähnlich viele Shorts, Shirts, Tops, RÜcke und Sommerkleider begegnet sind.
Es dßrfte so zwischen 21 C° und 24 C° sein.
Ein warmer, angenehmer, Windzug streift in regelmäĂigen Sekundenabständen Ăźber meine Haut.
Was ich bis zu diesem Donnerstag nicht wahrgenommen hatte, das unterschiedliche Verhalten beim Ein- und Aussteigen im Bus.
Eingestiegen wird mit Geplapper, unter Gelächter, bei frĂśhlichen âHi" und âHallo" Bekundungen. MĂśglicherweise gibt's sogar ein Einstiegsgedrängel. Jenes es wie bei Erdbeben in verschiedenen Stärken gibt. Von ganz leicht bis auĂerordentlich heftig.
Ausgestiegen hingegen wird eher wortkarg, konzentriert und gesittet.
Weiblich und männlich tragen ein weitaus ernsteres Minenspiel zur Schau.
Man nimmt die Beine in die Hand. Sputet sich den Busbahnhof Richtung Zielort â wo immer das auch sein mag? â zu verlassen. (Auch hier gilt selbstverständlich keine Regel ohne Ausnahme.)
An mir fahren im Minutentakt, blaue, rote und grĂźnweiĂe Busse vorbei.
Die blauen sind deutlich in der Ăberzahl.
Ich muss noch einigen Stunden meinen Alltag nachgehen und am Abend steht noch eine Vorstandsitzung meines Vereines, bei dem ich als Ăbungsleiter tätig bin, an.
Bin bereit, den Sommer 2023 loszulassen.
Gleichzeitig spĂźre ich ein aufkeimendes Herbstverlangen.
Eine Vorfreude auf das, was kommt! Ohne einen Schimmer zu haben, was das sein wird?
Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!
*Blog wurde bereits am Donnerstag, 21. September 2023 verfasst*
