Vermutlich wird sich mein Leben lang nichts mehr daran ändern, dass ich Straßenumzüge unglaublich mag.
Vielleicht sogar doppelt, wenn sie in meinem Heimatdorf ausgetragen werden?
Die diesjährige Ausgabe des Umzuges aus meinem Heimatdorf war ein Träumchen.
Ungefähr eine Stunde vor Umzugsbeginn fand ich mich am Aufstellort des Kerbe-Straßenumzuges mit Fotoapparat ein.
Außer der Feuerwehr war jedoch noch niemand vor Ort.
Selbst eine Viertelstunde später waren mit Ausnahme zwei-drei Musiker noch niemand von den Umzugsteilnehmern zu sehen. Das hatte ich so auch noch nicht erlebt.
Erst gegen 13 Uhr 20 blinkte und hupte es aus allen Ecken.
Autogeräusche, Stimmen hier und dort, alle gleichzeitig unterwegs zur Markierung ihrer Aufstellnummer.
Tolle Umzugsteilnehmer.
Ob vom Kaiserstuhl. Die sogar das Wochenende hier verbrachten, weil sie mehrere Stunden Anfahrt von Baden-Württemberg in mein Heimatdorf hatten.
Nur Unterkunft fanden sie keine in meinem Heimatdorf, noch in den direkten Nachbardörfern. Erst im übernächsten Dorf fanden sie eine Schlafgelegenheit mit Verpflegung.
Die anderen Gruppen, Majestäten, Vereine, Mitläufer, Feuerwehr, Rotes Kreuz alle vorbildlich und nett.
Auch die Dorfgemeinschaft bestens aufgelegt bei strahlendem Sonnenschein. Ob an der Strecke - wo es ruhig einige Zuschauer mehr hätten sein dürfen - oder auf dem Festplatz.
Im Gegensatz zum letzten Jahr war das Rathaus wieder für die Kerbe-Prinzessin und ihre Hofdamen offen. Sodass sie dort einen kleinen Empfang für die anderen Majestäten mit ihren Familien geben konnten. – Kuchen, Cola, Wasser. Einfach aber ergiebig.
Kaum Zuhause.
Neugierig auf die Bilder verschlug es mich schon wieder ungeplant zurück auf den Kerbeplatz.
Eltern meinten, sie möchten nochmal eine Runde über den Kerbeplatz drehen. Was wir zusammen taten.
Nachdem wir uns zuvor eine Bratwurst und ein Getränk geleistet hatten.
Mama und Vater trafen etliche Leute, die sie kannten, ihnen sofort zugetan waren.
Ich staunte.
Bei den angetroffenen Menschen stach eine Frau auf Krücken heraus.
Wann hatte ich zuletzt gesehen, dass Mama jemanden außerhalb der Familie zuerst in die Arme schloss?
Das sind solche Sonntage, für die ich eine Schwäche habe.
Insgesamt war das von Freitag bis jetzt Montagmorgen 2 Uhr 22 ein langgezogener Wohlfühlmoment in drei Teilen.
Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!
*Blog wurde bereits am Sonntag, 24. September 2023 verfasst*
