Mit der Hallenwartin führte ich vor einer Trainingseinheit eine sehr lebendige Unterhaltung.
Vielleicht erinnert sich noch jemand über meinen Blogbeitrag, bei dem es unter anderen um Stühle im Hallen-Foyer ging?
Die Hallenwartin erzählte, man könne zukünftig keine Stühle mehr ins Foyer stellen.
Diese würden sowieso nie weggeräumt und ordentlich im Foyer gestapelt werden.
Auch der Besuchertisch dürfe nicht mehr in Nähe vom Halleneingang stehen.Zu einem würde auch der Tisch immer wieder nach dem Trainingsbetrieb wild im Foyer herumstehen und außerdem hätten ihr Besucher - Stück für Stück - ihre Jahreszeiten-Dekoration, vom Besuchertisch geklaut.
Okay, vorerst akzeptiert.
Ich erzählte der Hallenwartin, dass ich die mit einer E-Mail auf die abgestellten Stühle im aufmerksam gemacht hatte.
Deswegen ihre E-Mail-Adresse aus dem Gemeindeverteiler entnommen und ihr meine Antwort-Mail an die Gemeinde auch direkt zukommen gelassen hatte.
Woraufhin sie mich mit großen Augen ansah und sprach: „Ich habe aber nichts bekommen!"
Sie zeigte mir ihren Smartphone-Bildschirm, auf dem im Bereich-E-Mail bisher keine Nachricht von mir eingegangen war.
Der Zweifel in ihren Augen, ob ich überhaupt eine Mail – an die Gemeinde geschrieben hätte – wurde sichtbar.
Wir unterhielten uns über Ortsthemen und besonders, „über alles Übel", das in so einer Turnhalle zusammenfindet."
Mitten im Gespräch holte sie unerwartet ihr Smartphone erneut hervor, drehte sich von mir weg – so dass die Hallenwartin mit dem Rücken zu mir stand - und telefonierte eindeutig mit der Sekretärin des Bürgermeisters im Rathaus: „Du „XXX" kannst du mir sagen, ob der „LM (also ich)" eine E-Mail über die Stühle an die Gemeinde geschickt hat?"
Die Sekretärin bestätigt nach einigen Sekunden der Stille und des Wartens meine Aussage; Wahrscheinlich musste sie erst noch einmal selbst im Computer nachsehen?
Eiskalt!
Umgedreht, Smartphone gezückt und direkt nachgefragt.
Wenn ich nicht selbst dabei gewesen wäre, ich würde es nicht glauben.
Ich denke, selbst wenn ich mich in einem ähnlichen Fall bei der Gemeinde rückversichert hätte, ich hätte gewartet bis meine Gesprächspartner zumindest außer Sichtweise gewesen wäre. Ihn nicht mein Misstrauen so unvermittelt spüren lassen. Zumal ja nicht heraus war, ob man die Wahrheit sagt oder nicht.
Ich hatte – weil ich von der Situation viel zu überrascht war - die große Chance vertan sie zu fragen, ob sie mich für einen halbwegs ehrlichen Menschen halte?
Stattdessen verabschiedete sich die Hallenwartin nun zügig und ging durch den offiziellen Ausgang/Eingangsbereich der Turnhalle in ihren Feierabend hinein.
Entschädigt wurde ich durch meine Sportgruppe und Familien.
Meine Mädels und Jungs absolvierten eine besonders großartige Trainingseinheit.
Die Eltern meiner jüngsten Trainingsteilnehmer halfen mir beim Abbauen.
Sodass ich nach der Trainingseinheit zumindest einigermaßen versöhnt war.
Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!

Können wir 08/15-Nutzer daran was ändern? Vermutlich nicht...