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„Unverfälscht gut“

John Baker Sander
10. Oktober 2023(bearbeitet)
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Ich schimpfe und verurteile die gesamten Angriffe weltweit auf Menschen. Meine Meinung hierzu interessiert zwar so gar niemanden, dennoch ist das aber so.

Tage haben manchmal zu wenige Stunden. Definitiv!
Mein Wille Blogs zu schreiben in den vergangenen Tagen war ungebrochen. Doch ich war schwach. … und schlief meist – ihr wisst schon - abends auf meinem leicht verhunzten, dennoch geliebten Schreibtischsessel.
Sieht man vom Freitagabend ab, wo ich träumte, mich würden bleichgrüne Zombies heimsuchen, jagte ein schöner Traum oder vielleicht waren es auch nur Traumsequenzen den nächsten.

Umso wichtiger war dieser wunderschöne Sonntag. Denn ich in einer Ortschaft kurz vor Worms verleben durfte.
Dort war nämlich Kerb und ein dazugehöriger Straßenumzug fand auch statt.

Viele der Teilnehmer und ihre Familien, Organisatoren, Kümmerer und Zuschauer kannte ich schon von anderen Umzügen.

Wohlfühlen pur. Es gab nur Zuspruch. Was mich sehr freute.
Eher für mich als Person wie für die Fotos.
Zuverlässigkeit findet Anerkennung!
Eigentlich selbstverständlich, dennoch schien mir dies in den letzten Jahren nicht immer der Fall zu sein?… Worüber ich nachdenken sollte, ob ich Zuverlässigkeit, die mir durchaus immer wieder widerfahren ist von anderen Personen wirklich so anerkannt hatte, wie es verdient gewesen wäre?


Der Straßenumzug fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Nach einer Dreiviertelstunde schwitzen in der Weste, wanderte die Schutzkleidung in meine Tasche, Model: „Flugbegleiter".
?

Ich hechtete den Umzugsteilnehmern hinterher.
Viele der Teilnehmer fanden es – sofern es aufgefallen ist – lustig, an verschiedenen Straßenecken mir zu begegnen und an mir meist winkend oder wild gestikulierend vorbeizufahren.

Ich wurde sogar zum snacken – mit den Umzugsteilnehmer und deren Familien eingeladen.
Schlaraffenland, 2.0. Kuchen, ob Trockenkuchen, Torten oder Obstkuchen, Pizzastücke, Frikadellen, Obst, Gurkenscheibchen oder Gebäck. Dazu Softdrinks, Wein, Café.

Zur großen Unterhaltung kam es während des snackens nicht.
Hörte größtenteils zu.
Lernte, dass fast alle Teilnehmer als Weinmajestäten, Kerbeborsch sich in ihrem vorrübergehenden Amt total ausleben.
Manche jedoch auch nur mittelmäßig begeistert sind, so ihre Wochenenden zu verbringen. Das würdevolle Amt nur annahmen, weil sie von höherer Stelle gefragt worden sind. Familie und Teilnehmer selbst nicht unhöflich sein mochten.

Da der geplante Fotograf nicht da war. Nicht bestellt wurde?
Durfte ich vor einem der Wahrzeichen des Ortes Gruppenbilder mit allen Majestäten machen für den Veranstalter.
Was ich mochte. Nicht unbedingt wegen des Fotografierens.
Eher aufgrund der Atmosphäre, die nahezu perfekt sich anfühlte. Da gab es nur ein riesiges Miteinander und eine Herzlichkeit, die man so über viele Stunden hinweg, selten erlebt.… ob das möglicherweise der eigentliche Grund meiner kleinen Sucht nach diesen Straßenumzügen ist? … dieses umfassende miteinander Generationenübergreifend?

Dem Partyzelt stattete ich nur im Gegensatz zu den Vorjahren nur einen raschen Besuch ab. „Sagte Hallo", ein letztes Foto mit den noch feierwütigen Majestäten und schon ging es Richtung Bushaltestelle.


Der Bus kam verspätet. … und das war gut so.
Ich traf an der Bushaltestelle auf meine Trainingsfamilie aus El Salvador.
Wir verstanden uns, obwohl wir an ausgetauschten Worten wenig verstanden.

Spanisch kling in meinen Ohren wunderbar. Fast wie eine Sprache, die klingt, als spreche man einen unverständigen jedoch wirkungsvollen Zauberspruch nach dem anderen aus.

Dank des Sprachübersetzers des Vaters, konnte ich auf Deutsch in sein Mobilphone einige Sätze hineinsprechen und das Mobilphone gab meine Sätze in übersetztem Spanisch wieder roboterhaft heraus.

Über das Wort „wohlfühlen" konnte sich meine spanischsprachigen bekannten altersübergreifend beömmeln.

Das waren gut und gerne zehn bis 15 Minuten, die ich auch mochte.
Gerade aufgrund unserer Sprachbarriere war ich kreativ und interaktiv mehr gefordert.
Es kam immer wieder zu völlig unerwarteten Lachern und leicht abzulesenden unverfälschten Emotionen in den Gesichtern.


Tage wie diese sind eine Belohnung und bunter kann der Herbst auch nicht sein und sich anfühlen.


Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!


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