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„Von Gedankenschranken und Banken“

John Baker Sander
11. Oktober 2023(bearbeitet)
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Meine Gedanken waren zur Wochenmitte umrahmt von Schranken.

Ich konnte kaum einen positiven Gedanken fassen.
Jedes einzelne Mistthema über das ich mich in den vergangenen Wochen geärgert hatte, wurde an die Oberfläche gespült, verstopfte meinen Kopf und wurde in diesem immer und immer wieder durchgekaut.

Dazu ärgerte ich mich gleich mehrmals enorm über mich selbst.

Zuerst schrottete ich einen weiteren Gürtel. Den ich unabsichtlich beim Zuschnallen zerriss.
Ähnliches passierte vor einigen Wochen schon einmal. Wo diese plötzlichen Bärenkräfte herkamen, ich weiß es nicht?

Ich wusste, nachdem ich einen neuen hochwertigeren Gürtel in der Wormser Innenstadt gekauft hatte, wären noch 4 Euro im Geldbeutel übrig.

7 Euro kalkulierte ich aus reichlicher Busfahrerfahrung benötigte ich, um
heimzufahren.

Alles kein Problem, dann geht's eben noch schnell zur Geldtankstelle Bank. Damit wäre auch dieses Problem gelöst.

Pustekuchen, der Geldautomat wollte mir weder „Münz- noch Scheinmäuse" ausspucken.
Mitarbeiter der Bank waren auch keine zu sehen.
Ich war viel zu blöde heute, um im Bankgebäude nachzufragen.

Das Gedankenkarussell schien logisches Denken an diesem Mittwochnachmittag zu verhindern.

Wenigstens auf „F" war verlass und auch auf meine Spekulationen das sie mir die 3-Euro bestimmt leihen würde.
Wobei sie sich anfangs gar nicht sicher war, ob sie überhaupt Kleingeld Zuhause hätte. Worauf sich doch ein sekundenlanges Zittern in mir breit machte.
Die Fotos schossen wir ausschließlich heute im Mieterhof von „F´s" Zuhause.

„F" meinte sofort: „Leihe ich dir, brauchst du nicht zurückgeben, hab ich kein Kleingeld gehen wir Sparkasse".
Natürlich bekommt sie die 3 Euro nächste Woche wieder, ob sie will oder nicht.
?


Dann stand ich noch ziemlich verlassen eine halbe Stunde vor der Turnhalle herum, da das Einzeltraining aus Krankheitsgründen mit der Nachwuchstrainingsteilnehmerin abgesagt werden musste.
Was ich jedoch erst Zuhause erfuhr.

Das ist die Kehrseite, wenn man den Menschen seine E-Mail-Adresse und Festnetznummer allerdings nicht seine Mobilphonenummer aushändigt. Damit die ja nicht auf die doofe Idee kommen, fünf Sekunden vor Trainingsbeginn noch aus irgendwelchen meist hausgemachten Gründen abzusagen.

Die Eltern des Sporttalents hatten bereits über das Festnetztelefon bei meinen ehemaligen Erziehungsberechtigten bereits zuvor abgesagt.


Die halbe Stunde an der Turnhalle herumzustehen und der Heimweg zu Fuß taten mir gut.
Alle Gedankenschranken bin ich noch nicht wieder losgeworden, doch gab es hier und da eine Schrankenöffnung, die auch wieder positives an mich heranlässt.

So ein negatives Mindset mit sich herumzutragen, dazu von morgens bis weit in den Abend hinein ist eigentlich nicht meine Art.

Es heißt ja, wenn man eine Nacht über alles geschlafen hat, sieht die (Gedanken)-Welt wieder anders aus.

Bleib zu hoffen, dass ich das morgen früh für mich auch feststellen darf und wieder wie gewohnt ticke?!




Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!



Kommentare (2)

Fizzy Lemon
12. Okt. 2023, 09:04
Wenn du deine (oder eine) E-Mail-Adresse hergabst, bist doch auf dem Smartphone zu erreichen? Selber schuld, wenn man es nicht einrichtet...
John Baker Sander
12. Okt. 2023, 21:36
Hallo, Fizze Lemon!

Stimmt. Dennoch möchte ich auf meinem Mobilphone etwas privater bleiben.


Viele Grüße
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