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„Die Eis-Heiligen“

John Baker Sander
16. Dezember 2023(bearbeitet)
1 Aufrufe
Noch nicht bewertet

Zeit: 14 Uhr 51
Ort: Eiscafé


Mittwoch hatte es mit dem Blog nicht sein sollen.
Morgens fand ich keine zeitliche Lücke und abends versackte ich zuerst bei Mama und Bruder vor dem TV-Gerät.
Im Anschluss lauschte ich dem „Sportschau-Radio", um das Gruppenspiel zwischen „Borussia Dortmund" und „Paris St. Germain" (1:1) mir anzuhören.


Bereits am späten Mittwochmorgen stand ich an Vaters Krankenbett.

Die Ärzte- und Schwesternschaft machten Vater Hoffnungen auf eine Entlassung.
50:50 waren die Chancen für Vater. Einzig zu erfüllendes Kriterium, die Entzündungswerte müssten weiterhin deutlich fallen.
Das Labor würde nach Auswertung von Papas Blutbild Bescheid geben, ob Papa nach Hause dürfte.
Vater und ich rechneten mit einem positiven Ergebnis.
Zumal uns eine der Schwestern auftrug, Vaters Nachttisch auszuräumen.

Vater musste im Krankenhaus bleiben.
Erhielt am Nachmittag Krankenbesuch von Patenonkel und seiner Ehefrau.


Donnerstag, 14. Dezember 2023:
Die Entzündungswerte sind gesunken.
Papa durfte Heim.
Diese tolle Botschaft erhielten wir kurz nach elf Uhr morgens, während wir im Besucherraum uns mit dem 1. Vorsitzenden - der einige Minuten vor Verkündung der guten Nachricht, Papa seine Aufwartung machte – über - wie konnte es auch anders sein – über Sport im Allgemeinen, Sportgeräte und Sportanlagen austauschten.
Ich fand es großartig, dass sich der 1. Vorsitzende Zeit für Papa nahm.


Bruder wurde umgehend über Vater bevorstehende Entlassung aus dem Krankenhaus informiert.
Papa und ich machten im Krankenzimmer klar Schiff.
Ungefähr eine Stunde später – noch während meiner Besuchszeit andauerte - wurde unser Familienoberhaupt von seinem ältesten Sohn und Ehefrau aus dem Hospital abgeholt.

Papa wurden am Donnerstagmorgen die Fäden aus der Operationswunde gezogen.
Zwei Hinweise - und keinen einzigen mehr - bekam Papa mit auf dem Nachhauseweg.

1. „Lassen Sie sich die benötigten Tabletten beim Hausarzt verschreiben."

2. „In den nächsten fünf Wochen nichts heben, was schwerer als 5kg ist."



Eine schicke warme dunkelblaue neue Jacke wird mich in Zukunft wärmen.
Mama (und auch der Rest der Familie) meinten - ich bräuchte nach neun bis zehn Jahren und sowieso nicht nur für die Beerdigung des Onkels – eine Neue.


Neben mir hatte ein Ehepaar - in den Fünfzigern – Platz genommen.
Freundlich lobten sie vor mir stehenden riesigen Erdbeer-Eisbecher; der offensichtlich mit viel Können und Liebe gestaltet worden ist.

Plötzlich, das erwähnte Ehepaar war auch daran ihre Bestellungen zu genießen, fiel dem Mann auf, dass er seine kleine schwarze Tasche verschwunden ist. Mit Scheck- und Kontenkarte und allen anderen wichtigen Ausweispapieren.

Der Mann war der Meinung, seine Tasche an einem anderen Tisch – an dem sich das Ehepaar zuerst niederlassen wollte – stehengelassen zu haben.
Weder das Personal des Eiscafés, noch ich hatten die Tasche bemerkt.
Zusammen durchkämmten das Ehepaar, Mitarbeiter des Eiscafés und ich den vermeidlichen Tatort.
Bedauerlicherweise ohne Erfolg.

Dem Paar kamen nun erstmals ernsthafte Zweifel, ob sie wirklich die vermisste Tasche im Eiscafé stehen lassen hatten?
Sie zahlten die Rechnung und wollten nochmals alles besuchten Orte (Geschäfte, Weihnachtsmarkt etc.) gemeinsam abklappern und nach der kleinen schwarzen verloren gegangenen Tasche - in der Hoffnung sie doch noch mit allen Wertsachen zurückzubekommen - fragen. – Daumendrücken!


Ich gönne mir jetzt noch eine halbe Stunde durch meine Lieblingsbuchhandlung zu stöben.


Dann geht's Heim.
Wo wir zusammen mit Vater dessen Rückkehr aus dem Stadtkrankenhaus gemütlich im engsten Familienkreis ausklingen lassen werden.



Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer Ihr auch seid?!
*Blog wurde bereits am Donnerstag, 14. Dezember 2023 verfasst*



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