Der Sporttag für den Hort verlief bestens.
Freundliche Hort-Betreuer, ein Programm, das auf den Punkt funktionierte und Kids die richtige Lust hatten sich zu bewegen (… Oder sich zumindest schnell dazu motivieren ließen).
Luftballons sind und bleiben eine tolle alternative um die Kids durch die Halle zu bewegen. Dazu sieht es großartig aus, wenn viele bunte Luftballons durch die Halle manövriert werden. – Immer ein Highlight.
Mir gefiel ja mit am besten die Wippe, über welche die Kids einen vollen Wasserbecher balancieren mussten.
Zwei kleinere Punkte habe ich dann bei aller Perfektion an diesem Sporttag für Hortkinder doch zu bemängeln:
Zu einem durften zwei Kinder (im Grundschulalter) nicht am Sporttag teilnehmen und mussten fünf Stunden zuschauen, weil ihre Eltern vergessen hatten Sportsachen einzupacken.
Wäre ich Hortleiter gewesen, hätte ich das Problem vermutlich anders gelöst?
Nämlich so:
Die Kids ausnahmsweise mitmachen lassen!
Die Eltern im Anschluss durch eine höfliche aber bestimmte Mail oder Anruf verwarnt.
Darin aufmerksam gemacht, dass beim wiederholten Fehlen der Sportkleidung, ihre Kinder eben in Zukunft nicht mehr an solchen Projekttagen teilnehmen können und leider ausgeschlossen werden müssen.
Fünf Stunden zuschauen, wie andere toben und miteinander Spaß haben, erscheint mir insgesamt eine etwas zu drastische Strafe.
Dann gab es ein Mädchen, dem die Turnschuhe drückten, die sie erst einen Tag zuvor bekommen hatte.
Ich sagte dem Mädchen, es solle Socken und Schuhe ausziehen, sie möge barfuß mitmachen.
Es gab keine Übung – nimmt man die letzte aus – wo man sich wirklich auf den Füßen hätte stehen können. Irgendeine direkte Verletzungsgefahr bestanden hatte.
Frau Hortleiterin sah das völlig anders: „Das machen wir ganz sicher nicht".
Worauf ich der Hortleiterin mitteilte, die ich seit Jahren kenne und schätze, die sich ungemein für das Dauerwohl der Kinder einsetzt: „Du trägst die Gesamtverantwortung, wir machen das wie du willst, aber gut finde ich das nicht." – Blickaustausch. Kein weiterer Wortwechsel. *Hortleiterin zieht sich auf eine Zuschauerbank zurück*
Zumal das Kind auch in der Folgezeit bis weit in den Nachmittag hinein sich über seine drückende Hallenschuhe beschwerte.
Mich würde interessieren, ob das Mädchen nicht Blasen an den Füßen hatte und überhaupt in der Lage war – mit diesen geschundenen Füßen vom Vortag – einen weiteren Sporttag zu einem anderen Thema von Anfang bis Ende durchzustehen?
Dennoch, das muss ich der Fairness halber auch erwähnen.
Ich bin kein ausgebildeter Erzieher.
Die Frau Hortleiterin beherrscht ihren Job nachweislich.
Sonst wäre sie nicht schon so lange und erfolgreich die Leiterin und Hauptverantwortliche rund um den Hort.
In der Mittagspause gab es Brötchen mit Fleischwurst. Gurken und Karotten. Später in einer weiteren Pause nochmals Bananen und Äpfel für die zwanzig Hortkinder.
Ausgesprochen froh war ich, dass sich die Hort-Betreuer überhaupt nicht in das geplante Sportprogramm einmischten.
Wenn sie jedoch gebraucht wurden, mich mit voller Kraft unterstützten.
Der Hortgruppe und ihren Betreuern kann man – insgesamt - nur ein Riesenkompliment machen, das war von der ersten bis zur letzten Minute was Unterstützung und mitmachen betrifft herausragend.
Seid nett zueinander und passt gut auf Euch auf! Wer immer ihr auch seid!
