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Wenn Träume rufen

Luni
13. Januar 2025(bearbeitet)
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Es war an einem kalten Dezembertag, kurz vor Weihnachten. Draussen frierte bei minus 5 Grad der Boden zu einer unebenen Schicht aus Eis zusammen und drinnen gluckerten die Heizungen und ein leichter Duft von verbranntem Ofenholz lag mir in der Nase. An diesem Mittag war ich alleine Zuhause und weil ich alles im Haus erledigt hatte, gönnte ich mir eine Stunde Mittagsschlaf. 

Ich kuschelte mich in mein Bett und knoddelte meine Decke so um mich herum, dass sie mit ihren freien Enden an jeder Seite fest unter mir lag. Als würde sie mich umarmen wie einen Embryo im Mutterleib. Ich setzte mir noch die Ohrenstöpsel ein und genoß die Stille, die langsam um mich herum entstand. Nur noch ich, meine Gedanken und das leise Rauschen meines Körpers im Zusammenspiel mit meinem Herzschlag. Ich schlief ein...

Nach einer Stunde wachte ich auf, aus dem Schlaf gerissen. Der Grund: Ich hörte eine Stimme laut meinen Namen rufen: "Sabrina!" Es klang nicht bedrohlich, aber energisch und deutlich. Ich erschrak und öffnete die Augen, ohne mich zu bewegen. Es war die Stimme meiner Mutter, eindeutig war sie das. Als stünde sie neben meinem Bett und würde mich wecken wollen...wie früher als ich Kind war. Nun war ich wach und horchte ob ich das wieder hören würde, als mir einfiel dass ich die Ohrenstöpsel noch drin hatte. Ich zog sie heraus und vernahm wieder die normale Geräuschkulisse um mich herum. Erschrocken stand ich auf und ging ins Erdgeschoss, schnappte mir das Telefon und rief meine Mutter an - keiner hob ab. Ich versuchte es daraufhin noch etwa eine Stunde sie auf dem Festnetz zu erreichen, erfolglos. In Gedanken packte ich bereits meine Sachen zusammen um loszufahren, damit ich bei ihr nach dem Rechten schauen konnte. Schlüssel für ihre Wohnung hab´ich ja. Doch es dauerte nicht lange, da rief sie zurück. Mit fröhlichem Ton begrüßte sie mich am Telefon und ich war beruhigt...hatte sich doch ein komisches Gefühl nach dem Vorfall in mir aufgetan. 

Ich hatte ihr nichts davon erzählt, ich redete einfach eine Weile mit ihr und beruhigte mich damit gleichzeitig. 

Welche Streiche unser Gehirn uns spielen kann ist bekannt. Ich frage mich, ob unser Unterbewusstsein da auch eine Rolle spielt? Gerade wenn es um solche akkustischen Ereignisse geht, die weder im Schlaf, noch im Wachzustand stattfinden.





Kommentare (3)

Hasal
13. Jan. 2025, 17:28
;)Ja, sowas gibt es . Manchmal gibt der Körper auch nicht umsonst , kleine Zeichen.
Fizzy Lemon
13. Jan. 2025, 22:26
Vorahnungen sind schon oft thematisiert worden. Wer weiß, was sich vielleicht doch durch den Äther transportiert....
John Baker Sander
15. Jan. 2025, 00:05
Liebe „Luni!“
Ich konnte die frostige Dezemberstimmung und die Wärme deiner Decke spüren.

Die Erfahrung, die du schilderst, ist faszinierend und ein bisschen unheimlich. Ich find es spannend, wie unser Gehirn in solchen Momenten eine Brücke schlägt.
Vielleicht wollte dein Unterbewusstsein dich einfach daran erinnern, wie eng die Verbindung zu deiner Mutter ist, auch über Distanzen hinweg?
Vielleicht ist es manchmal eine Art innerer Instinkt, der uns etwas mitteilen möchte?


Liebe Grüße
John
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