Wie bringt man jemanden bei, sich nicht bei allen anderen unbeliebt zu machen … und dass immer und immer wieder?
Es gibt einen Trainingsteilnehmer, der (noch) nicht in die Spur findet. Dauernd, wirklich dauernd, stellt er Mist an. „W" und mir gegenüber ist er höflich, doch sobald wir nur drei Sekunden den Rücken zu ihm drehen, baut er wieder Unsinn.
Er hält das Trainingsgerät falsch, drängelt sich in der Reihe nach vorne oder stellt sich anderen bei Übungen in den Weg. Auch im Beschimpfen anderer ist er überdurchschnittlich geschickt.
Man hat oftmals das Gefühl – er will herausgeworfen werden. Dann müsste er nämlich nicht mehr zum lästigen Sport.
Wenn er das zugeben würde, könnte man ihm helfen oder eine passendere Sportart für ihn suchen. Doch der besagte Trainingsteilnehmer behauptet steif und fest, er will unbedingt diesen Sport ausführen – bei uns.
Nein, er ist kein Sozialfall und trägt auch sonst keine gängigen Klischees mit sich herum, warum er nicht ordentlich trainieren sollte. Auch seine Eltern sind nette Menschen, die Mutter kenne ich schon mehrere Jahre aus verschiedenen Veranstaltungen und Institutionen.
Die anderen Trainingsteilnehmer aus seiner Schule behaupten, dass es dort dasselbe sei. Soweit ich höre, hat er jedoch recht annehmbare bis gute Noten. Auch sonst ist er ein wacher Geist – sonst könnte er sich gar nicht den ganzen Blödsinn ausdenken, den er im Fünf-Minutentakt verzapft.
Der Trainingsteilnehmer ist so unbeliebt, dass selbst, wenn er mal ausnahmsweise keinen Mist gebaut hat, er trotzdem immer der Hauptverdächtige für die anderen aus der Sportgruppe ist.
Ihn zu integrieren, wird ein hartes Stück Arbeit.
Die Herausforderung, ihn einzugliedern, habe ich bereits verinnerlicht und angenommen – auch wenn das für „W" und mich ein Husarenstück wird.
Um das erneute Elterngespräch komme ich wohl nicht herum. Ein Schäfchen darf trotzdem nicht die gesamte Gruppe gefährden.
Es wäre einfach bitter, wenn der Trainingsteilnehmer die Sportgruppe verlassen müsste und auch eine herbe Niederlage für mich.
Auch meine ältere Gruppe durfte ich betreuen.
Ein tolles Training, an dem nur die Hälfte der möglichen Teilnehmer mitwirkten. Dennoch war jede Sekunde dieser Übungseinheit um mit der Zunge zu schnalzen. Da die Trainingsteilnehmer echt Lust auf Sport hatten.
Eine heiße Dusche am Morgen ist kaum zu ersetzen. Ja, ich rieche weiterhin nach den Geheimnissen und nicht nach den Kamelen des Orients; zumindest behauptet das mein Duschgel.
Die Mailphobie steckt weiterhin tief in mir. Mehr als einmal schaue ich einfach nicht auf die privaten E-Mails – am liebsten früh morgens.
Vaters Computer nahm ich am Abend über mehrere Stunden in Beschlag. Während ich Bilder bearbeitete, hörte ich eine Hörspielbesprechung über „YouTube". Vor einigen Blogeinträgen meckerte ich noch über die viele Werbung auf dem bekannten Videoportal. Bei der Besprechung, der ich lauschte, gab es keine Unterbrechung – was auch daran liegen könnte, dass so eine Hörspielbesprechung eigentlich nichts anderes ist als eine Dauerwerbesendung.
Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
