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"Gedankenspuren"

John Baker Sander
20. Februar 2020(bearbeitet)
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Ich huste und schniefe schon wieder!
Das ist seit Ende November nichts neues bei mir. Aber ich darf und will nicht viel meckern. Zumal es andere Menschen aus meinem Familien- und Freundeskreis weitaus schlimmer erwischt hat.
Hüfte gebrochen. Schmerzen im Mundbereich. Stärke Gelenk- und Magenschmerzen. Grippe. Verlust von geliebten Menschen.

Das ich nicht Fit bin merke ich auch daran, was in meinem Kopf passiert. Meine Gedanken verlaufen komplett linear von Punkt a nach b. Keine Einsprüche, nichts wird in Frage gestellt!
Alles wird gleich abgesegnet. Wie einer einseitigen Gedankenspur folgend. Normalerweise hat meine Gedankenautobahn viel Spuren; … normalerweise!


Am Morgen rief ein angeblicher Mitarbeiter von Microsoft bei meinen Eltern an. Die Stimme meldete sich - laut Mama - in gebrochenem Deutsch und gab an, dass ein Computer im Elternhaus gehackt wurde.
Die Stimme mochte Mama Anweisungen geben, was sie nun zu tun hätte. Mama - die wenig Computerfirm ist - legte auf.
Was wohl mit Abstand das Beste war, was sie machen konnte?
Laut unseren Recherchen versucht irgendwelches Kriminelles Gesindel mit dieser Masche vollständigen Zugriff auf Computer zu erlangen.
Im Internet werden viele ähnlicher Fälle beschrieben.


Zum Blogschreiben bin ich nicht gekommen in den letzten Wochen.
Ich habe auch weiterhin mit mir zu kämpfen. Ich liege pünktlich im Bett und fahre auch sonst Gedanken und alles andere herunter – dennoch kränkele ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Blöd gelaufen, gelle?

Das Smartphone und seine Funktionen nehmen mehr und mehr Platz in meinem Leben ein. So langsam frage ich mich, wieso ich Smartphones überhaupt so ewig abgelehnt habe?


Ich habe bisher in dieser Kampagne zwei Fastnachtssitzungen mit dem Fotoapparat begleitet.
Wobei mir die kleinere Sitzung von den närrischen Darbietungen deutlich besser gefiel, wie die Programmpunkte des Fastnachtsvereins für den ich seit über zehn Jahren tätig bin.
Dafür waren die Teilnehmer - ob im Publikum, vor oder hinter den Kulissen – auf beiden Veranstaltungen großartig. Der Umzug „meines Fastnachtsvereins" lief bei 15C und Fotowilligen, gutgelaunten Umzugsteilnehmer vorzüglich ab.

Ob ich heute Abend an der traditionellen Altweiberfastnacht teilnehmen werde? - Stand jetzt! Würde ich sagen: „Nein".
Ich schniefe, schnaufe und huste ausdauernd. Zu diesem Zeitpunkt ziehe ich ein Bett verkleidete Narren erheblich vor.
Jedoch kann es natürlich sein, dass mich das Fotofieber befällt, ich „meinen Fastnachtsverein" unterstützen möchte. Denn jetzt kurz vor knapp noch einen anderen Fotografen zu organisieren dürfte auch nicht ganz einfach werden? Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal einen Auftrag abgesagt zu haben?

Ich habe Amanda Oleander für mich entdeckt. Eine Zeitgenössische Künstlerin aus den USA.
Ihre Werke zeigen stets Lebenssituationen in denen Menschen sich vermeidlich unbeobachtet fühlen.
Ich entdecke so viel in diesen Bildern, Gedanken, Leben(saussagen) und teilweise fühle ich mich selbst ein wenig ertappt. – Gut gemacht Frau Oleander.


Etwas Mantra-artig begleitet mich zu Zeit der Song „Spirits" von den Sumbrellas. Was ich ganz okay finde, hat er doch gleich mehrere lyrische Zeilen, die ich unglaublich gerne mag, besonders die Worte: „
I'll be a dreamer 'til the day I die", empfinde ich als ungemein zutreffend.



Kommentare (4)

Jenny
20. Feb. 2020, 16:54
So so bist also auch ein Opfer des Smartphone geworden :(, da muss ich halt alleine meinen Feldzug gegen diese Dinger führen.Das mit dem Kerl am Telefon hat Deine Mama prima gemacht,die Typen versuchen doch immer wieder neue Tricks,um an ander Leute Geld zu kommen.Ach und gute Besserung,lieber John :)
John Baker Sander
20. Feb. 2020, 17:24
Nein, von der Opferrolle bin ich weiter entfernt. aber ich frage mich, wieso ich so dagegen war. Ich werde auch weiterhin bei einer Unterhaltung oder wenn ich TV Sehe oder sonst etwas anderes mache, nicht mit dem Smartphone spielen. - Liebe Jenny, wir führen auch weiterhin zusammen einen Kampf für gute Kommunikation :)
Fizzy Lemon
20. Feb. 2020, 17:51
Zu den vermeintlichen Microsoft-Anrufen: Die kommen scheinbar aus Indien und sind schon länger bekannt. Microsoft selbst hat eine Meldestelle eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können und sollen, denn Microsoft möchte dagegen gerne vorgehen. Scheinbar bislang mit wenig Erfolg.

Zum Smartphone: Ich liebe meinen Taschencomputer einfach. Er bietet mir soviele nützliche Funktionen, die ich einfach nicht mehr missen möchte. Aber der Umgang damit ist natürlich was anderes. Ich persönlich gehöre nicht zu den Smombies, die apatisch durch die Gegend schlurfen und nicht einen Wimpernschlag lang den Blick vom Display nehmen. Ich nutze mein Smartphone bewusst... zwar häufiger, aber nie störend für meine Umwelt (denke ich, hoffe ich).
möchen
09. März 2020, 22:12
:(cry)
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