Die Geschichte liebe Leserinnen und Leser,die ich hier nieder schreibe hat sich tatsächlich so abgespielt,durch lange Gespräche mit Waldemar Freundlich,habe ich alles zusammen getragen,was er mir unter Tränen und im Beisein seines alten müffelnden Eisbären erzählt hat.
Schon bei der Geburt lief nicht alles so,wie es man sich erhofft hatte,Waldi hatte es sich im Bauch seiner Mami hübsch gemütlich gemacht und dachte nicht daran sein Nest je zu verlassen,doch da hatte er die Rechnung mit dem Chefarzt nicht gemacht,ihm platzte der Kragen,als er nicht kommen wollte.Waldemar Freundchen Freundlich,wie er mit vollständigem Namen heißt,wurde eine Zangengeburt.Zu seinem Namen Freundchen kam er,weil der Arzt zu ihm sagte.als er die Zange einführte...so,mein Freundchen,jetzt hab ich dich und zog den zappelnden Klumpen heraus.Schwester,sagte er,waschen sie den Klumpen und stellen sie fest was es ist....Tja,so begann sein Leben,das aus lauter Pleiten,Pech und Pannen bestehen sollte.
Waldemar war kein schönes Kind,doch sein Vater behauptete stets,er sei das schönste Kind bei der Mütterberatung gewesen,er trug eine Beinschiene,eine dicke Hornbrille mit Gläsern so dick,das erst die Gläser dann er um die Ecke kamen.Seine Haare waren voller Schuppen und er hatte am ganzen Körper Schorf.Doch seine Eltern waren mächtig stolz auf ihren Waldi und erzählten allen voller Stolz,das er mit drei Jahren schon ganz alleine vom Tisch gefallen ist,meist landete er dabei allerdings auf seinen deformierten Kopf,wegen der Zange,die ihm die Rübe leicht zerdrückt hatte,bei seiner Entbindung.
Den Kindergarten brachte er soeben noch hinter sich,ausser das er ständig Prügel bezog,meist von den Mädchen,aber damit konnte er gut leben hatte er doch stets seinen Müffelbären dabei,der auf ihn aufpasste.Als seine Schulzeit begann,wurde das Problem schon größer,denn niemand wollte neben ihm und seinem Teddy sitzen,das Vieh roch erbärmlich nach Fisch und da wo Waldi saß,war alles voller Schorf und Schuppen.Auch bezog er hier ständig seine Prügel,weglaufen konnte er nicht,wegen seiner Beinschiene,als ließ er sich verhauen.Zuhause gab es dann eine heiße Milch und ein paar Kekse,seine Mama tröstete ihn stets mit den Worten...na,Waldi haste wieder was auf die Zähne bekommen,Waldi nickte bloss und schaute sie liebevoll dabei an,so dass seine faulen Zähne nur so strahlten.
Seine Teenager Zeit war auch nicht viel besser,alle anderen in seinem Alter machten inzwischen mit den Mädels rum,nur Waldi knuddelte seinen Bären,der ihm immer noch treu zur Seite stand,bis er Bibi kennen lernte,sie hatte er in der Lerngruppe für Schüler mit Lernschwäche kennen gelernt.Sie hatte krumme Beine,was vom Schafe zählen kam,erzählte sie,da sie auf der Alm groß geworden war.Ihre Nickelbrille trug auch nicht gerade zu ihrer Schönheit bei,aber Waldi war es egal,endlich hatte er jemanden mit dem er kuscheln konnte und mit ihr seinen Schorf teilen konnte,den sie ebenfalls hatte.Doch nach ein paar Wochen der großen Liebe verließ sie Waldemar,der Müffelteddy stand zwischen den beiden,er wollte und konnte sich nicht gegen ihn entscheiden,so zog Bibi zurück auf die Alm und Waldi blieb alleine zurück.
Trost fand er bei den Flippers und ihrer tollen Musik,davon konnte er nie genug bekommen,Tag und Nacht schallten ihre Lieder durch seine Wohnung und Waldi gröhlte begeistert mit,während er sich seinen verbeulten Kopf mit Hugo zuballerte,bis die Heide wackelte.Mister Müffel,wie er seinen Eisbären liebevoll nannte war immer dabei,selbst wenn er mit dem Kopf in der Kloschüssel hing,weil ihm der Hugo nicht bekommen war.Tja,liebe Leserinnen und Leser,heute ist Waldemar Freundchen Freundlich Hausmeister im Hospital am Waldesrand,wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen,lebt dort in seiner kleinen Hausmeister Wohnung zusammen mit Hilde,seiner ganz großen Liebe,die er einst bei einer Tombola gewonnen hatte,sie war der Trostpreis,aber für Waldi der absolute Hauptgewinn.Lassen wir uns also überraschen,wie es mit ihm dort weiter geht,zu irgendwas muss er ja zu gebrauchen sein.

:D