9,2 °C
veranlassten mich dazu, die ersten Trainingseinheiten nach den Sommerferien
abzusagen. Ob Außenanlage oder in der Halle, die Kids und Jugendlichen wären
danach sicher nicht bei 100 % für den zweiten Schultag gewesen. – Das galt es
trotz aller Liebe zum Sport zu vermeiden.
Frisch und
ausgeschlafen sich in der Schule zu fühlen, kann Gold wert sein. – Wie ich aus
eigener Erfahrung noch weiß. Ist das nicht der Fall, kann sich so ein Schultag bis
ins Endlose ziehen.
Da fällt mir
gerade ein Lied ein, das ich mehr schlecht als recht mitbrummen konnte und dass
in Frankreich sehr viel populärer war als bei uns und dort eine Art Kultstatus
hat: „Sacré Charlemagne“.
Ich mochte es, dieses „Sacré Charlemagne“ mit- und vor mich her zu singen.
In dem Song geht
es darum, dass „Karl der Große, verdammt“ für das Einführen der Schule
verantwortlich gemacht wird. Er hätte seine Zeit jedoch eigentlich besser
nutzen können, um anderes als ausgerechnet die Schule zu erfinden. – Das Lied,
man wird es sich denken können, wird aus Sicht eines Schülers gesungen.
Da mir das so im
Gedächtnis haften geblieben ist, muss ich den Songinhalt schon mal mithilfe des
Internets ergründet haben.
Denn ich spreche bis auf „Baguette“, „Merci“ und „Bonjour“ (noch) kein
weiteres Wort bewusst Französisch.
Der Blog blieb für fast zwei Stunden unangerührt.
Ich geriet in den
vergangenen Stunden in die Musikfänge eines bekannten Videoportals, wo man sich
die Lieder anhören und manchmal sogar gleichzeitig anschauen kann, wie die
Stücke vorgetragen worden sind.
Damit meine ich nicht nur das von mir erwähnte „Sacré Charlemagne“ von France Gall aus dem Jahre 1964. Sondern ich verblieb generell länger bei den Werken der eben erwähnten Künstlerin.
France Gall hat einprägsame Schlager, deren Reime fast noch ungeschliffener sind als meine, was mir Freude bereitet. – Genauso wie ihre Stimme, die mir, ob ich das will oder nicht, schon ins Ohr geht.
Mein Herz, und das
passiert ja in regelmäßigen Abständen, hat sich mal wieder an diesem
Spaßschlager aus den 60er- und 70er-Jahren aufgehängt, und ich habe noch keinen
Schimmer, wie ich es wieder von dieser Schlagerlust und dem Überschuss an
heiler Welt abhänge.
Na ja, ich warte
einfach, bis ich wieder Nachrichten anschaue.
Bei dem, was die da an zerbombten Häusern zeigen und wie sich Menschen nicht
nur ans Leder, sondern sogar ans Leben gehen, fällt das aufgehängte Herz von
ganz alleine wieder runter.
Ob ich heute nochmals gerne Schüler wäre, wenn ich die Chance hätte, in die Zeit zurückzukehren? – Warum eigentlich nicht!?
Aber dann nur,
wenn ich das Wissen von heute dahin zurücknehmen könnte. Und ganz sicher nicht
ein ganzes langes Schuljahr lang. Weil so ein Schuljahr - wie dieser
2026er-Sommer - auch einem unendlich vorkommen kann.
Ich würde aber an den richtigen Stellschrauben drehen und vereinzelte Schultage, die mir heute noch in Erinnerung sind – nicht unbedingt wegen des sagenhaften Unterrichts – in die richtige Richtung drehen.
Dafür sorgen, dass sie für die ein oder andere Person und natürlich auch für mich eine andere Wendung nehmen würden.
Passt gut auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
