Um 23 Uhr 53
wachte ich am Mittwochabend auf. Zuvor war meine letzte Erinnerung ein Blick
auf die Computeruhr, die 21 Uhr 22 anzeigte.
Seitdem bin ich wach. Hab mal wieder mein Schlafzimmer
ausgesprochen gründlich mit Oberflächenreiniger einbalsamiert.
Mein Plan, mich wesentlich früher ins Bett zu
verkrümeln, ist also grandios gescheitert. Wobei 21 Uhr 22 keine Bettgehzeit,
dafür aber eine ausgesprochen gute Zeit war, um seine Stirn auf der Tastatur zu
betten.
Wie ich im Bad sah, trug ich nur die Beschriftung der Tastatur auf der
Stirn. Vielleicht bringt’s ja auch zusätzlich Hirn? – Schaden kann das ja nie.
Die Einheit mit meinem älteren Jahrgang war in
Ordnung. – Verflucht! Schrieb noch kein Trainertagebuch, muss ich kurz
nachholen.
28
Minuten später …
So, jetzt. Geschafft. Die Highlights und die wenigen
Lowlights sind eingetragen und hoffentlich somit für die Ewigkeit und vor allem
für meine Erinnerungen archiviert.
Bruder räumt bei sich auf. Seit Montag wird jedes
Eckchen und damit jedes Staubkorn entfernt. – Nähert sich doch sein Urlaub dem
Ende. Dann kommt er nicht mehr so intensiv dazu.
Vater hilft ihm draußen, schreddert Gestrüpp für ihn.
Was ihm entgegenkommt, kann er doch so seinen neuen Garten-Schredder
ausprobieren. – Ich mach’s, dass wir keinen verwundern, der hier länger liest:
Ich würde keinen Finger für meinen Bruder auf dessen Grundstück rühren. –
Warum? … Lest die Blogs nach, wenn ihr Bock habt, ansonsten ist die Antwort:
Weil ich es nicht möchte und mir derzeit eher eine Zwergnasen-Nase ins Gesicht
hexen lassen würde als das.
Auch Mama hilft ihm aus. Jeder Kniff, den sich so eine
Hausfrau über die Jahre zurechtgelegt hat, ist clever und automatisiert – da
kann man sich viel abschauen und lernen. … Was ich immer und immer wieder
feststelle.
Ja, ja, zu lernen gibt’s noch so vieles. Auch menschlich mehr, wie ich dachte.
Lustig find ich ja, dass sie bei der angedachten
Zuckersteuer auch „Zero Sugar“-Produkte besteuern wollen. – Papa meinte,
hoffentlich kommen nicht irgendwann die Grundwassersteuer für Mineralwasser und
Co.
Wenn man diese Zuckersteuer draufschlägt, bin ich mal gespannt. Diese Frage ist natürlich nur rein hypothetisch gestellt, mal sehen, ob dann den Menschen mehr oder weniger im Geldbeutel bleibt, um Wirtschaft und mehr anzukurbeln.
Die Ukraine hat ihren 35. Jahrestag begangen. Ich würde
mich freuen, wenn sie auch noch den 40. und darüber hinaus erlebt.
In so einer News, wie ich sie gerne lese – die nur
halb so weh tut, als wenn irgendwo eine Bombe eingeschlagen hätte – habe ich
gelesen, die Niederländer hätten sich für das nächste Jahr aus dem „ESC“
zurückgezogen. Mit der Begründung, das wäre kein neutraler Wettbewerb mehr.
Außerdem erzählt die Yellow Press: „Die verlorenen Königskinder“ kehren heim.
Hach ja, es gibt sie, die Nachrichten, die nicht
wehtun oder nicht mehr wie ein kleiner Pikser im Arm.
So ein wenig vor sich hinzusinnieren, um sich selbst
zu entwirren, hat was.
Genau dafür habe ich mir diesen Blog irgendwann mal angeschafft.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
