„Nieman“ sang
einst:
„Dass die meisten hier meistens etwas schneller schalten.
Dass eigentlich fast alles etwas besser ist Als im Westen“.
Ob ich nach der
Wahl am Sonntag noch an diesen Liedtext glauben kann?
Vielleicht
wird es besser, als man denkt, weil sich was in Köpfen dreht und man doch noch
für das Richtige und Menschliche einsteht.
Warum denn nicht?
Bekanntlich hat man ja auch schon Pferde kotzen sehen.
Um acht war
ich wach. Das an einem Sonntag – Frechheit!
Doch wenn der Verein ruft, was will man machen?
Duschen, Frühstücken und schon stand ich in meinem Heimatdorf an einer kleinen Eisenbrücke, wo ich meinen Sport präsentieren durfte – in einer sogenannten Vereinsrallye.
Wie schon in den letzten beiden Jahren wurde ich vom Sohn der Geschäftsführerin unterstützt, der auch in diesem Jahr großen Spaß daran hatte, die Stempel auszugeben und die Station zu erklären.
Auch etliche andere Abteilungen mischten mit und präsentierten ihre Abteilung und damit das Gesamtkonstrukt Verein.
Man holte
sich am Vereinsgrundstück eine Mitmachkarte ab.
Bekam einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem man die einzelnen
Mitmachstationen in den Heimatorten finden konnte.
Auf drei
Stunden war die Vereins-/Familienrallye angesetzt.
Die ersten 30 Minuten passierte an unserer Station gar nichts. Sieht man davon
ab, dass vor uns auf der Straße Triathlon-Teilnehmer radelten und rannten.
Dann jedoch gab es auch an unserer Station nonstop Aktion. Mein junger Kollege und ich bespaßten über 150 Teilnehmer.
Da das Wetter auch hochsommerlich mitspielte, kamen nicht nur die Teilnehmer der Veranstaltung, sondern auch wir als ausführende Spielleiter ins Schwitzen.
Ich mochte
die Menschen allesamt.
Ob ich jemals 150 gut gelaunte Menschen – oder die zumindest so taten –
hintereinanderweg moderieren und mich unterhalten durfte, bezweifle ich stark.
Die Veranstaltung war aufs Wohlfühlen ausgelegt und der beste Schmuck für diese Vereinsrallye waren die vielen lachenden Gesichter und die Freude, wenn man den Stempel errungen hatte.
Spoiler: Niemand ging natürlich von der Station, ohne sie überwunden zu haben.
Es ging darum, Familien den Sonntag zu versüßen und mit etwas Glück auch zu zeigen: „Hey, ihr seid bei uns willkommen.“ Nicht nur bei mir. In allen unseren Abteilungen.
Hatte man
alle Stationen geschafft, was man an der Stempelkarte überprüfen konnte, durfte
man sich einen kleinen Preis abholen. Von Stift bis Spirale, die von alleine
die Treppe herunterklettert, oder kleinem Hüpfball war vieles dabei.
Außerdem konnte man bei der Preisabholung gemütlich Käsekuchen und Muffins
verputzen und das Ganze mit Kaffee, Wasser und weiteren Kaltgetränken
herunterspülen.
Auch in
diesem Jahr hatte ich einen Wahnsinnsspaß an der Vereinsrallye.
Die dritte Auflage und zum dritten Mal nahmen mehr Menschen daran teil. – Dazu
mein Kollege, der das mit den Erklärungen für die zu bewältigenden Aufgaben an
unserer Station sensationell machte.
Dazu diese 150 wundervoll gut gelaunten Menschen, die mussten allerdings nur für einen Preis, den sie im Vorfeld nicht kannten, eine Stempelkarte und keine Wahlzettel abgeben.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
