Während des Trainings war ich von meinem Bruder geschlaucht.
Der stand ungefähr eine halbe Stunde im Hallenfoyer, mit verschränkten Armen
und schüttelte immer wieder den Kopf. Er stand ein Stück von den Eltern
entfernt und erinnerte mich dabei an einen Betonklotz.
Was ich nicht verstand: Ich hatte keine Infoblätter mehr für neue Familien in meinem Ordner. – So eine verdammte Schlamperei.
Die Trainingseinheiten waren soweit in Ordnung.
Zuhause gesellte ich mich nach dem Training sofort zu
den Eltern ins Wohnzimmer. Kurz nach 20 Uhr. – Ich wollte einige Minuten „Wer
wird Millionär?“ mit ihnen anschauen. Vater wollte die Sondersendung zur Wahl
in der „ARD“ sehen.
Aufmerksam sah ich die erste halbe bis dreiviertel Stunde der Sendung. Runde zwei Stunden später erwachte ich aus meinem Tiefschlaf.
Knabberte daraufhin noch ein Brot mit einer übrig
gebliebenen Bratwurst.
Aß nach längerer, eher langer Zeit einen Bananenjoghurt und dachte: „Geiler
Geschmack.“
Die künstlichen Aromen hatten mich eingefangen.
Ausnahmsweise weniger das Riechorgan, das eher an Oberflächenreiniger erinnert,
als die Geschmacksnerven, für die es offenbar eine Wonne war, sich einen
gekünstelten Bananenjoghurt einzuverleiben.
Das war kein idealer Montag, doch einer, in den man
wie in ein Taschentuch einen Knoten macht, um sich irgendwann, wenn man das
Taschentuch wieder hervorzieht, den Knoten anzusehen und sich zu fragen: An was
sollte mich der Knoten erinnern?
Dann kommt man mit etwas Nachdenken doch noch darauf:
Das war der „Knotenmontag mit Bananengeschmack“.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
