Einem anderen Menschentross wie auf der Hochzeit
begegnete ich beim Kerbeumzug in einem der Wormser Nachbarorte.
Dennoch war es erneut Gutfühl-Material, das ich in mir
aufgenommen habe und von dem ich in schlechten Zeiten zehren kann. Alles
freundlich, alles okay. Und wenn an so einem Sonntag die schlimmste Frage
lautet, ob ich eher das Weitwinkelobjektiv nehme oder das andere Objektiv
verwende, ist etwas richtig gelaufen. Auch von Kopfseite aus.
Ich war so schön bei mir. Erfreute mich an der
„Atmo(sphäre)“, wie wir coolen, hippen Blogschreiber sagen.
Erfreute mich an Ordnern, Helfern und Majestäten, die direkt zu mir kamen, um sich fotografieren zu lassen. Ich fotografierte auch eine Garde und einen Fastnachtsverein, für den ich seit 2009 Bilder mache.
Anfangs, als ich beim Aufstellplatz aufgeschlagen war,
regnete es.
Ich befürchtete das Schlimmste. Doch auch hier hatten die positiven Gedanken in großer Vielzahl mehr Macht als der Regengott, der seine Regenwolken zurückpfeifen musste. Frau Sonne nutzte die Chance, kam hervor, und so fuhr der Umzug bei gutem Spätherbstwetter durch die Straßen. Dabei entstanden viele sonnige Bilder.
Die Trainingseinheiten waren zufriedenstellend. Yeah!
Einer meiner ältesten Sportler ließ sein D-Ticket in der Halle liegen. Was mich wurmte, erinnerten ihn doch nicht nur seine Sportkameraden an das Ticket, das er auf einer Langbank in der Halle abgelegt hatte, sondern auch ich.
Er rief zu Hause an – ich ging dran.
Etwas später war er wieder Neu-Besitzer seines alten Tickets.
Vater überlegte, ihn nach Hause zu fahren. Doch wir entschieden uns dagegen. Die halbe Stunde in kurzer Hose und langem Oberteil auf den Bus zu warten, hat er sich nach seiner Schlamperei verdient.
Es ist nun schon der zweite Abend, an dem ich Bilder
versendet und dies und das am Computer gerichtet habe. Doch noch ist kein
Hochzeitsbild bearbeitet. Unlust … irgendwie auch eine Art von Schlamperei.
Ich habe mich mit einer halben Stunde schlechten
Podcasts auf den Ohren bestraft. Was wahrscheinlich viel härter war als die
halbe Stunde, die er auf den Bus warten musste.
Beim Warten auf den Bus habe ich meine eigenen
Gedanken zu zähmen. Doch wenn einer seine Gedanken so uninformiert und vor
allem massenweise herausposaunt wie in dem besagten Podcast, ist man echt froh,
dass sich Ohren nicht übergeben können. Sonst würde massenweise festgesetztes
Ohrenschmalz aus den Lauschern herauslaufen.
Übrigens: Wer sich fragt, wie es in der Brudersaga
weitergeht:
Die liegt wie die Nacht still da. Man redet und kommuniziert nicht. Mein
Verlangen danach hält sich derzeit sowas von in Grenzen.
Morgen ist Dienstag. Ich freue mich auf eine Übungsstunde, darauf, mit Vater
einkaufen zu gehen und fröhlich, persönlich …
Ein starkes Gedicht, das aber sehr bekannt ist und von
Millionen Menschen mit Begeisterung gelesen bzw. angehört wurde, ist „Der
Elefant“ von „Clara Lösel“.
Ich kenne das Stück erst seit Montagabend.
Ja, den unsichtbaren Elefanten, der manchmal auf einem sitzt, den kennt wohl
jeder. Und der macht das Leben nicht unbedingt leichter.
Irgendwie macht sich gerade auch so ein unsichtbarer
Elefant in meinem Blogdokument breit. Ist aber ein ganz Lieber. Ein sogenannter
„Bloggifant“.
Da für uns beide hier kein Gedankenplatz ist, mache ich jetzt dem Elefanten Platz und öffne morgen ein neues Blogdokument. Ganz wie gewohnt ohne Rüsseltiere.
Dann vielleicht mit einer Maus oder so. Da die Maus
deutlich kleiner ist, habe ich nämlich auch wieder mehr Gedankenplatz im Blog.
„Blogröhhhhh“
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
