Wenn man sein Passwort angeblich genau kennt, es sich
1000-mal vorsagt, dann ins Eingabefeld eingibt und es plötzlich nicht mehr
funktioniert, gibt man dem „Scheißcomputer“ die Schuld.
Vor allem dann, wenn jedes Mal dieses höhnische
„Bling“ zu hören ist, dass nach einer Weile wirkt, als lache einen jemand immer
wieder aus. Bei mir zumindest war das so. - Ich dachte: Das gibt’s doch nicht!
Da mein Computer ja „noch blau ist“ und nach wie vor
nicht funktioniert, legte ich einige wichtige Dokumente, darunter auch
passwortgeschützte Dateien, neu an.
Darunter war auch ein Schreibdokument, dass ich mit demselben Passwort wie
zuvor versiegelte.
Ungefähr 24 Stunden später wollte ich die Datei wieder öffnen.
Es ging nicht auf. Nicht beim ersten und auch nicht beim 71. Versuch. „Willst du mich verarschen?“, dachte ich. Und leider nicht nur das.
Gedanklich habe ich Vaters Computer gleich mehrmals in
die Schrottpresse gegeben und mindestens 50-mal aus dem Fenster geworfen.
In der Realität sind mir solche Ausbrüche in dieser gewalttätigen Art fremd.
Vor allem, weil das auch ein teurer Spaß wäre.
Doch die Gedanken sind frei und eben halt nicht immer nur light.
Ich probierte die Eingabe immer und immer wieder und
verlor allmählich die Geduld. Da sprang das Dokument doch noch wie erhofft auf.
Nachdem es sich nicht mit „Sesam, öffne dich!“ Hatte öffnen lassen, rekapitulierte ich beim Tippen meine Eingabe im Kopf. Ich schloss das Dokument wieder.
Anschließend probierte ich sorgfältig die infrage
kommenden Buchstaben durch. Dass die Zahl am Ende des Passwortes stimmte, da
war ich mir hundertprozentig sicher. So blieben nur noch wenige Buchstaben zu
überprüfen.
Nach nur wenigen Versuchen hatte ich meinen Fehler gefunden.
Der Übeltäter war ein vergessenes „s“.
Das verlorene „s“ wurde eingefügt, und nun öffnet sich die Tür zum Dokument dank Passwort auch wieder einwandfrei.
Das hat mich an die Chips-Werbung erinnert, in der es
hieß: „Ey, du kommst hier nicht rein!“
Und die Moral von der Geschicht’: Fehlt ein Buchstabe,
den man nicht eingegeben hat, obwohl man dachte, genau das getan zu haben,
öffnet sich das passwortgeschützte Dokument nicht.
Die Familie ist wohlauf. Bruder verhält sich okay.
Ich hatte meine Freude an Fleischklößchen in einem Nudelpapp.
Bruder hatte das „Computermännchen“ bestellt. Doch das
konnte nicht kommen, weil das „Computermännchen-Auto“ kaputtgegangen ist.
„CL“-Zusammenfassungen sah ich mit Papa an.
Mama umsorgt die Familie.
Die oberste Etage wurde von der restlichen Familie in Angriff genommen und
wirkt auf mich erstmals seit Jahren gemütlich und geordnet.
Die Wochenmitte hatte sich echt ihr „Woch“ verdient.
Gut, dass da niemand einen Buchstaben austauschte und aus dem „Woch“ ein
bösartiges „Loch“ machte.
Manchmal darf es auch einfach mal nur Mittwoch ohne ein Loch sein.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
