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„Orchesterleben“

John Baker Sander
25. Oktober 2026(bearbeitet)
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Das Orchester meines Vereins veranstaltete ein Jugendkonzert. Eigentlich, um Neulingen die Musik schmackhaft zu machen.


Doch neue oder völlig unbekannte Gesichter erblickte ich kaum.

Im Raum waren viele Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder, die ihren jungen Verwandten beim Musizieren zusahen.


„Star Wars“, „König der Löwen“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“.


Von der Musikvorschule bis zum Jugendorchester war alles dabei. Man musizierte einzeln und im Team. Für meine Ohren hörte sich das gut an. Klar, ich machte Bilder von der Veranstaltung.

Das Ganze dauerte nur eine Stunde.

Ich dachte, im Anschluss gäbe es wieder Gelegenheit für alle, die möchten, die Musikinstrumente auszuprobieren.

Doch dieser Programmpunkt fiel aus. Das spricht für meine Vermutung, dass möglicherweise und leider doch nicht so viele Menschen im Publikum waren, die sich neu für Musik interessieren wollten. Sicher wissen kann ich es natürlich nicht.

Macht nix, war trotzdem schön.

Ich habe eine neue Foto-App. Die benutze ich leider viel zu oft. Damit kann man die Auflösung der Fotos enorm verbessern. Doch das nimmt auch Zeit in Anspruch. Mehr als gut ist – und ich komme nur langsam voran.

Dabei braucht gar nicht jedes Foto eine bessere Auflösung und Co. Ich habe eine kleine Sucht entwickelt, die ich abstellen werde. Die App war eine Spielerei, wird aber nur noch – wenn überhaupt – bei besonders schweren Fällen eingesetzt.

Was ich derzeit merke: Ich lebe nicht so richtig, wenn ich zu Hause bin.


Ich habe zwar Freude daran, Trainingspläne zu schreiben und Fotos zu bearbeiten. Aber Lesen und Co. leiden darunter.

So gerne ich auch hier im Haus „Kellerkind“ bin und mir vor Papas Computer beim Schaffen etwas in die Ohren einflößen lasse – auf Dauer fehlt mir ein bisschen mehr vom Leben.


Ich darf eben nicht nur funktionieren, sondern muss mehr vom Leben probieren. Damit meine ich nicht nur donnerstags, wenn ich im „Adami“ sitze und eine Eisschokolade vernasche.

Ich liebe es, gute Vorsätze zu haben. Wahrscheinlich würde ich es noch mehr lieben, diese auch mal so umzusetzen, wie ich es hier niedergeschrieben habe.

Leichter als mehr zu leben, geht ja eigentlich auch nicht.

 



Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?


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